Berlin : Oliver Hampel U 18

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Oliver Hampel wurde im November das erste Mal vom Deutschen FußballBund für die Nationalelf nominiert. Durch ihn ist für Hertha nun in jedem Jahrgang mindestens ein Nationalspieler vertreten. Der 17-Jährige gab beim 2:0-Sieg gegen Schottland sein Debüt für die Mannschaft von Trainer Erich Rutemöller. Hampel sagt: „Wenn du den Adler auf der Brust trägst, rennst du automatisch einen Tick mehr.“

Herthas Nachwuchskoordinator Frank Vogel beschreibt Hampel als quirligen Typen. „Er spielt mit unwahrscheinlich viel Leidenschaft.“ In Herthas A-Jugend spielt Hampel im defensiven, zentralen Mittelfeld. Trainer Wolf sagt: „Oliver ist manchmal zu ernst, zu verbissen. Wir lockern ihn ein bisschen auf.“ Hampels Talent schmälert das nicht. „Er entwickelt sich sehr gut.“ Wolf hat ihn 1999 in Halle entdeckt und ein Jahr später nach Berlin geholt. Hampel wohnt im Hertha-Internat, hat dort Herthas Mannschaftskapitän Michael Preetz als Paten zur Seite stehen. „Wir haben wenig Kontakt“, sagt Hampel. Und wie hart ist es im Internat? „Ach, das ist nicht so schlimm. In Halle war es härter.“ Hampel geht auf die Poelchau-Oberschule in Charlottenburg, mit der Hertha seit zwei Jahren kooperiert. „Das Abitur wäre mein zweites Standbein, wenn es mit der Profikarriere nicht klappen sollte“, sagt Hampel.

Im Spätsommer, wenn er in der U 19 spielen sollte, dann geht es in der EM–Qualifikation gegen Dänemark, Malta und Luxemburg. Dabei qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten für die zweite Qualifikationsphase. Die Endrunde wird 2004 im Jubiläumsjahr der Europäischen Fußball-Union Uefa in der Schweiz ausgetragen. Endspielort wird Uefa-Sitz Nyon sein. Doch so weit will Hampel noch nicht vorausschauen: ImMärz spielt er erst einmal gegen Frankreich.

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