Berlin : Olympia und Beruf: Ausbildung für Spitzensportler

clw

Kaum sind die olympischen Spiele in Sydney mit eher mäßigen Ergebnissen für die deutschen Sportler zu Ende, schon versucht man in Berlin dem Abwärtstrend entgegen zu wirken. Am Mittwoch stellte die Senatorin für Arbeit, Soziales und Frauen, Gabriele Schöttler, das Pilotprojekt "Leistungssportbezogene Berufsausbildung" vor, das vielversprechenden Schulabgängern in Zukunft beides ermöglichen soll: intensives Training und eine gute Ausbildung.

"Es soll für die jungen Leute keine Entweder-Oder-Entscheidung mehr entstehen", sagte Schöttler bei der Vorstellung des bundesweit einmaligen Projektes in der Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung (bbw) in Karlshorst. Dort beginnen nun die ersten 30 Teilnehmer eine Ausbildung zur IT-Kauffrau oder zum Kaufmann im Groß- und Einzelhandel. Das Besondere sind die auf die Trainingsrythmen der Nachwuchssportler ausgerichteten Unterrichtszeiten. Um trotzdem das Niveau halten zu können, müssen die 25 Männer und fünf Frauen vier statt der üblichen drei Jahre für ihr Diplom einkalkulieren. Ausgesucht wurden sie vom Olympiastützpunkt Berlin und dem Landessportbund. Finanziert wird das Projekt durch das Bund-Länder-Sonderprogramm.

Wenn in vier Jahren die olympischen Spiele in Athen beginnen, sind die 30 gerade fertig mit der Ausbildung - und vielleicht auf dem Weg in die Medallienränge.

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