Berlin : Olympiastadion: Das olympische Oval

Das nach Entwürfen des Architekten Werner March errichtete Berliner Olympiastadion wurde 1936 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Nazi-Deutschland eröffnet. Es gehört zu einer insgesamt 131 Hektar großen Anlage auf dem Reichssportfeld, die den größten Teil der seinerzeit für die Olympischen Spiele erforderlichen Sportstätten wie Schwimm-, Hockey- und Reiterstadion umfasst. Das ovale Olympiastadion hat einen Umfang von 840 Metern auf einer Gesamtfläche von 53 000 Quadratmetern. Auf 40 Reihen im Unterring und 31 Reihen im Oberring gibt es rund 76 000 Sitzplätze, davon sind 29 000 überdacht. Den Oberring unterbricht auf der westlichen Seite in 25 Metern Breite das Marathontor. Es gibt den Blick frei auf das sich an das Stadion anschließende Maifeld mit dem Glockenturm. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und einer ersten Wiederherstellung in der Nachkriegszeit wurde das Stadion zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 vollständig überholt und modernisiert. Allerdings wurden damals in Berlin keine WM-Spiele ausgetragen. Seit 1985 finden im Olympiastadion alljährlich die Endspiele um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) statt. Bereits seit 1969 ist es regelmäßiger Veranstaltungsort für das Leichtathletik-Treffen Istaf. Fußball-Bundesligist Hertha BSC trägt in der Arena seine Heimspiele aus. Darüber hinaus diente und dient das Stadion, an dem mittlerweile der Zahn der Zeit nagt, als Kulisse für politische Kundgebungen, Unterhaltungsshows und Rockkonzerte. In wenigen Wochen wird dort Tina Turner auftreten. (Quelle: Berlin Handbuch. Das Lexikon der Bundeshauptstadt / FAB Verlag)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben