Oper unter den Linden : Etat der Staatsoper wird um Millionen erhöht

Mit einem Etat in der Höhe von rund 41 Millionen Euro können Daniel Barenboim und die Berliner Staatsoper unter den Linden in den kommenden Jahren rechnen. Dabei sollte im Konzept der Opernsitftung erst einmal gespart werden.

Berlin Im Zuge der bisher geplanten Einsparungen bei der Berliner Opernstiftung, zu der auch noch die Deutsche Oper und die Komische Oper gehören, wäre der Etat der Lindenoper nach 2009 sonst vermutlich bis auf 31 Millionen Euro gesunken.

Der Etat der gesamten Opernstiftung sollte nach den bisherigen Plänen innerhalb weniger Jahre von 112 auf 98 Millionen Euro bis zum Jahr 2009 gekürzt werden. Die Vereinbarungen sind aber nach einem "Spiegel"-Bericht noch gefährdet, weil der Bund die Finanzfragen mit der Zukunft des vor der Schließung stehenden Flughafens Tempelhof verbindet.

"Paketlösung" soll sich bewähren

Berlin soll sich auf Wunsch des Bundes verpflichten, die überwiegend vom Bund verwaltete Anlage zu übernehmen. Berlin lehnt jedoch dem Bericht zufolge die Übernahme der damit verbundenen Folgekosten in Millionenhöhe ab. Die deutliche Etatabsicherung durch das Land Berlin sieht der Vertrag mit dem Bund über die Kosten und Sonderbelastungen der Hauptstadtfunktion vor, der demnächst unterzeichnet werden soll.

Zu den Unterzeichnern werden der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und vermutlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehören. Bestandteil des Vertrages ist die Zusicherung des Bundes, sich mit 200 Millionen Euro an der Grundsanierung der früheren Königlichen Hofoper aus dem Jahr 1741/42 zu beteiligen.

Die Vereinbarung im Kulturbereich ist in einem Gesamtpaket enthalten, bei dem es auch um die Beteiligung des Bundes bei anderen "hauptstadtbedingten Kosten" wie Verkehr und Sicherheit geht. Wie es dazu aus informierten Kreisen hieß, hänge die Vereinbarung noch davon ab, ob sich Berlin bei dieser "Paketlösung" insgesamt "kooperativ zeigt", wie es hieß. Wowereit hatte bisher gefordert, dass die Staatsoper vom Bund übernommen wird, was dieser aber unter Hinweis auf den Kultur-Föderalismus in der Bundesrepublik abgelehnt hat.  (mit dpa)

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