Berlin : Opfer außer Lebensgefahr

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Die von ihrem Ehemann am Dienstagabend in Spandau mit einem Kopfschuss schwer verletzte Christa K. ist nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Wie berichtet, hatte der 57-jährige Horst K. seine von ihm getrennt lebende Frau an einer Tankstelle an der Götelstraße niedergeschossen. Die 54-jährige Frau arbeitete dort als Kassiererin.

Hintergrund der Tat war, dass der Mann offenbar zunächst versucht hatte, eine Aussprache über die erfolgte Trennung mit seiner Frau zu führen. Mehrfach hatte er an diesem Abend an der Arbeitsstelle seiner Frau angerufen, sie hatte ein Gespräch aber jedes Mal abgewiesen.

Gegen 18.30 Uhr kam der Mann persönlich an der LAT-Tankstelle vorbei, ging in den Verkaufsraum und begann, vor den anwesenden Kunden mit der Frau zu streiten. Um diese Ehestreitigkeiten nicht vor Kollegen und Kunden zu führen, verließ Christa K. mit ihrem Mann den Verkaufsraum. Draußen stritten beide weiter, plötzlich zog der Mann eine Pistole aus seiner Jackentasche und schoss seiner Frau aus einer Entfernung von etwa zwei Metern in den Kopf.

Anschließend habe er weiter mit der Waffe hantiert, sagten Zeugen. Dabei ist unklar, ob er ein zweites Mal auf seine am Boden liegende Frau feuern wollte. Aber offenbar hatte der Mann vor, sich nach dem Schuss auf seine Frau das Leben zu nehmen. Zeugen berichteten, er habe sich die Pistole an den Kopf gehalten und abgedrückt. Es löste sich aber kein Schuss. Daraufhin rannte der Täter weg, floh über die Schulenburgbrücke und wurde auf dem Gelände einer Esso-Tankstelle am Brunsbütteler Damm gestellt. Die Waffe hatte er angeblich unterwegs weggeworfen, sie konnte bisher nicht sichergestellt werden. Nach eigenen Angaben hat er die Schreckschusswaffe irgendwann gefunden und sie dann offenbar zu einer scharfen Waffe umgebaut. Der Mann selbst galt bei der Polizei bisher als ein "unbeschriebenes Blatt".

Anfang Januar 1998 hatte ein eifersüchtiger 48-jähriger Mann seine 34 Jahre alte Frau und deren 27-jährigen Liebhaber am Savignyplatz in Charlottenburg erschossen. Der Täter hatte das Paar auf dem Weg zur Arbeit abgepasst, den 27-Jährigen angesprochen und gleich einen Revolver gezogen. Als der junge Mann floh, schoss der Täter ihm in den Rücken. Dann rannte er seiner ebenfalls fliehenden Frau hinterher und schoss ihr in den Kopf, als er sie eingeholt hatte. Im Oktober 1998 wurde der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt.

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