Berlin : Oppenheims Sammlung ist restauriert

Früher wurde sie in einem Atemzug mit Troja genannt. Doch die Sammlung des deutschen Forschers Max von Oppenheim galt als unwiederbringlich zerstört, seit sie 1943 von einer Fliegerbombe getroffen wurde. Nun haben Restauratoren sie wieder zusammengesetzt. Neun Jahre hat es gedauert, ein Puzzle mit 27 000 Teilen. 30 Skulpturen und Reliefplatten, die der deutsche Forscher ab 1899 auf dem Hügel Tell Halaf im heutigen Syrien fand, strahlen nun wieder in neuem Glanz. Ab Januar 2011 wird die Sammlung im Pergamonmuseum in der Ausstellung „Gerettete Götter“ öffentlich zu sehen sein – erstmals nach fast 70 Jahren. Es war eines der größten internationalen Restaurierungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte, wie Kurator Lutz Martin erläuterte. Das Besondere: Die Figuren aus Basalt, darunter Löwen, Greife und Götterfiguren, wurden in Handarbeit rekonstruiert, nicht mit Computerprogrammen. Vorgestellt wurde die Sammlung jetzt zum 150. Geburtstag Max von Oppenheims (1860-1946). Der Bankierssohn aus Köln war ein leidenschaftlicher Orientalist. dpa

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben