Berlin : Opposition glaubt Körting nicht

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Die Oppositionsfraktionen zweifeln an der Objektivität bei der Auswahl des künftigen Berliner Polizeipräsidenten. CDU, FDP und Grüne äußerten am Montag im parlamentarischen Innenausschuss erneut den Verdacht, der aus Nordrhein-Westfalen kommende designierte neue Polizeipräsident Dieter Glietsch sei nach dem SPD-Parteibuch ausgewählt worden. Erläuterungen von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zu Formalien des Auswahlverfahrens konnten die Verdachtsmomente nicht ausräumen.

Wirklich Neues zu den Hintergründen der Besetzung des Amtes des Berliner Polizeipräsidenten mit dem nordrhein-westfälischen Polizeiinspekteur Dieter Glietsch erfuhren die Abgeordneten auf der gestrigen Sondersitzung des Innenausschusses nicht. Glietsch hatte sich erst rund fünf Wochen nach Ablauf des ersten Auswahlverfahrens auf direkte Ansprache hin beworben.

Zuvor war der bisherige Favorit, der derzeitige Polizeivizepräsident Gerd Neubeck, am Veto der SPD-Spitze gescheitert. Neubeck ist parteilos und gilt als konservativ. Die CDU hatte ihn einst aus Bayern geholt, seine Arbeit wurde aber von allen Fraktionen und innerhalb der Polizei breit gelobt. So war bei der Opposition der Eindruck entstanden, es handele sich um eine „Parteibuchentscheidung“. Körting bestand gestern darauf, dass das Parteibuch keinen Einfluss gehabt habe. Für ihn sei Glietschs langjährige Erfahrung ausschlaggebend gewesen. OD/dpa

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