Berlin : ORDNER, AUFBAU, EINLASS

-

Für die Verantwortlichen der rund 300 Sicherheitsleute beginnt der Spieltag bereits um sieben Uhr morgens, wenn die Stadionverwaltung die rund 30 Schlüssel für Türe und Tore des Olympiastadions an Hertha übergibt. Sofort werden die ersten Schlüsselpositionen besetzt, damit in den nächsten Stunden Imbissbudenbetreiber, VIPBetreuer, Bandenbauer, TV-Techniker und Eventveranstalter mit ihrer Arbeit beginnen können. Das Stadion darf maximal bis drei Stunden vor Spielbeginn mit Kraftfahrzeugen befahren werden. Rund 120 Ordner werden pro Spieltag von Hertha direkt bestellt. Sie werden im Innenbereich des Stadions eingesetzt. Vor jedem Zuschauerblock stehen mindestens zwei Ordner. Rund 40 Ordner werden rund um das Spielfeld postiert. Kurz vor Spielende wird diese „Spezialposition" mit Mitarbeitern aus den Zugangsbereichen verstärkt.

Für den so genannten Außenbereich greift Hertha auf den Berliner Sicherheitsdienst Best zurück, der ansonsten auch in der Waldbühne, im Velodrom und in der Max-Schmeling-Halle eingesetzt wird. Pro Spieltag ist Best mit rund 180 Ordnern aktiv. Sie regeln die Einlasskontrollen an den beiden Haupttoren und sorgen per Leibesvisitation dafür, dass niemand verbotene Gegenstände mit ins Stadion schleppt.

Übergriffe sind selten. Bei dem Freundschaftsspiel gegen Galatasaray Istanbul wurde im Sommer eine Ordnerin leicht verletzt, weil ihr ein Fan eine Plastikflasche an den Kopf geworfen hatte. Auch in der vergangenen Saison gab es nur einen ernsthaften Zwischenfall. Ein Ordner wurde verletzt, weil er von einem unzufriedenen Zuschauer geschubst worden war und anschließend die Treppe hinunterstürzte.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben