Berlin : Organisation durch die Servicegesellschaften

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Im vergangenen Monat hatten in Berlin rund 34 000 Menschen eine Beschäftigung in einer Arbeitsbeschaffungmaßnahme (ABM) oder einer Strukturanpassungsmaßnahme (SAM). ABM haben eine Laufzeit von einem Jahr, bei SAM wiederum läuft die Förderung über drei Jahre und kann auch als Lohnkostenzuschuss in Wirtschaftsbetrieben gewährt werden. Weit mehr als die Hälfte dieser Maßnahmen werden im Bereich Gesundheit/Soziales und Jugend/Familie umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beschäftigung in den Feldern Umwelt und Natur.

Um auf die Zahl von knapp 11 800 ABM-Stellen und 12 600 SAM-Stellen zu kommen, reichen die Mittel der Bundesanstalt für Arbeit nicht aus. Deswegen hat das Land Berlin auch ein eigenes arbeitsmarktpolitisches Programm aufgelegt. Im vergangenen Jahr gab es dafür rund 550 Millionen Mark aus. Für dieses Jahr steht die Summe noch nicht fest, da der Landeshaushalt erst im April verabschiedet wird.

Umgesetzt werden die vom Land mitfinanzierten Arbeitsmarktmaßnahmen durch die drei so genannten Servicegesellschaften, die jeweils regionale Zuständigkeiten haben. "Zukunft im Zentrum" (ZiZ) betreut die Bezirke Friedrichshain, Lichtenberg, Mitte, Prenzlauer Berg, Reinickendorf, Tiergarten, Wedding, Pankow und Weißensee. ZiZ arbeitet mit weit über 100 Trägern zusammen, in rund 600 Maßnahmen sind knapp 6000 Menschen untergebracht.

Die SPI-Servicegesellschaft ist für Spandau, Charlottenburg, Wilmersdorf, Zehlendorf, Steglitz, Kreuzberg und Schöneberg zuständig. SPI setzt 1100 Maßnahmen mit 8000 Teilnehmern bei 400 freien Trägern um. Die "Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung" (gsub) ist in den Bezirken Hohenschönhausen, Hellersdorf, Marzahn, Köpenick, Neukölln, Tempelhof und Treptow aktiv. Über die gsub werden knapp 1050 Maßnahmen mit 8500 Beschäftigten bei 214 Trägern abgewickelt.

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