Organisierte Kriminalität : Schlag gegen organisierten Schmuggel

Fast sechs Millionen Zigaretten entdeckte die Berliner Zollfahndung bei einer Durchsuchung in Lichtenberg.

BerlinDen Beamten des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist ein schwerer Schlag gegen den organisierten Zigarettenschmuggel gelungen. Bei der Durchsuchung eines Lagerhauses in der Lichtenberger Siegfriedstraße sind am Dienstagnachmittag knapp sechs Millionen unversteuerte Zigaretten entdeckt worden.

Diese Menge entspreche einem Steuerschaden von rund einer Million Euro, es sei die größte gefundene Menge seit rund 15 Jahren, teilte die Sprecherin der Zollfahndung, Katja Kempe, dazu mit.

Die Entdeckung der Schmuggelzigaretten erfolgte in Amtshilfe für die Zollfahndung in Hamburg. Diese führt das Verfahren und hatte im Zuge ihrer Ermittlungen Hinweise auf die Lagerhalle erhalten. Sie gehört einer deutschen Firma, über die Identität der Personen, die sie gemietet und die Zigaretten geschmuggelt haben, konnte die Berliner Sprecherin nichts sagen.

In der Halle entdeckten die Beamten der Zollfahndung Holzkisten, in denen sich scheinbar nur Glaswolle befand – die Tarnung für das Schmuggelgut. Da es sich bei dem Füllmaterial um einen stark gesundheitsgefährdenden Stoff handelt, wurde die Feuerwehr um Hilfe gebeten. Deren Beamte kamen mit Atemschutzgeräten und leerten die Holzkisten, in deren Innern sich die Zigaretten befanden.

Laut der Sprecherin der Berlin-Brandenburger Zollfahndung hatte es vergleichbare Funde in den letzten Jahren nicht gegeben. (ac)

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