Berlin : Organisiertes Verbrechen: "Toter" Autoschieber in Berlin verhaftet

Berliner Zielfahnder haben den seit 1997 für tot erklärten ukrainischen Autoschieber Sergej Bondartschuk nach Informationen des Münchener Nachrichtenmagazins "Focus" in der vergangenen Woche in Berlin festgenommen. Der 32-Jährige gelte als größter Autoschieber der Nachwendezeit. Bondartschuk hielt sich dem Blatt zufolge im November bei seiner hochschwangeren Freundin in Berlin auf. Die Fahnder hätten mit einer Verhaftung aber gewartet, bis sie den angeblich Toten über Fingerabdrücke identifizieren konnten. Der 32-Jährige war dem Blatt zufolge Chef einer 30-köpfigen Bande aus deutschen Autodieben und Russen, die 1993 und 1994 in großem Stil auf Bestellung Luxuskarossen stahlen und über russische Militärflughäfen nach Osteuropa brachten. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen den 32-Jährigen eingestellt, nachdem sein Anwalt eine von ukrainischen Behörden bestätigte Sterbeurkunde übergeben hatte, wonach der Gesuchte an "akuter Leukämie" gestorben sei. Tatsächlich sei Bondartschuk damals aber nach Israel weiter gereist.

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