Ostermarsch : Friedensaktivisten gehen auf die Straße

Mehrere hundert Friedensaktivisten versammelten sich am Ostermontag zur Auftaktkundgebung an Adenauerplatz. Im Verlgeich zum vergangenen Jahr ist die Zahl der Teilnehmer zurückgegangen.

BerlinMehrere hundert Friedensaktivisten sind am Montag beim Ostermarsch auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 600 Menschen zu der Auftaktkundgebung auf dem Adenauerplatz in Charlottenburg. Anschließend wollten die Demonstranten über den Kurfürstendamm zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ziehen, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist. Im vergangenen Jahr hatten in Berlin laut Veranstalter über 1000 Demonstranten an dem Marsch teilgenommen.

Neben der Abschaffung von Atomwaffen forderten die Friedensaktivisten den Abzug aller Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan, die Befriedung von Israel und Palästina, die Bekämpfung der Armut durch Einsparungen bei der Rüstung und den Demokratieausbau. Den Aufruf zur Demonstration hatten 50 Berliner Friedensorganisationen, Parteien wie die Grünen und die Linke, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Verbände unterstützt.

5000 demonstrierten gegen Bombodrom

Am Osterwochenende wurde in zahlreichen deutschen Städten für Frieden demonstriert. Beim bundesweit größten Ostermarsch protestierten am Sonntag im Norden Brandenburgs bei Wittstock rund 5000 Demonstranten gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des ehemaligen Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide durch die Bundeswehr.

Die Berliner Demonstranten erinnerten auch an die 50-jährige Tradition der Ostermärsche. Die erste solche Veranstaltung war laut Friedenskoordination Berlin 1958 in Großbritannien durchgeführt worden. Nach diesem Vorbild organisierten Menschen 1960 den ersten
Ostermarsch in der Bundesrepublik. In West-Berlin gingen Demonstranten zu Ostern erstmals 1967 für den Frieden auf die Straße. (tbe/ddp)

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