Ostern : Mauerfall-Fest im Olympiapark

Der Olympiapark soll verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Dafür soll zu Ostern drei Tage auf dem Gelände gefeiert werden. Das Gebiet ist der westlichste Standort des Projekts "Schauplätze - 20 Jahre Berlin im Wandel".

André Görke

BerlinFrüher zogen Blaskapellen und britische Soldaten über das Maifeld, wenn die Queen ihren Geburtstag pompös in Berlin feierte. Auch wurden dort Poloturniere ausgetragen. Doch für die meisten Berliner war das Areal hinter dem Olympiastadion in Westende Sperrgebiet: Von 1952 bis September 1994 befand sich dort das Hauptquartier der britischen Alliierten.

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall soll der Olympiapark nun verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Das Areal ist der westlichste Standort der Projekts „Schauplätze – 20 Jahre Berlin im Wandel“. Darin werden, wie berichtet, Plätze der Stadt vorgestellt, an denen der Wandel zu sehen ist. Mittelpunkt ist die Infobox am Potsdamer Platz.

Seit Abzug der britischen Soldaten hat der Senat 60 Millionen Euro in das Olympiagelände investiert; weitere Ausgaben in Höhe von 60 Millionen Euro sind bis 2020 geplant. Viele Sportvereine wie Hertha BSC oder die Wasserfreunde Spandau haben sich dort einquartiert; neu aufgebaut wurden Sportanlagen und auch das Dokumentationszentrum unterhalb des Glockenturmes. Dorthin werden in Zukunft auch die Ausstellungen des Sportmuseums ziehen, das ab 1. Juli in die Zuständigkeit von Sport-Staatssekretär Thomas Härtel übergehen wird. Derzeit werde zudem ein Gutachten erstellt, ob die 800 Schüler der sportbetonten Poelchau-Schule auf das Gelände ziehen und die dortigen Anlagen nutzen können.

Am Osterwochenende – 10. bis 12. April – werden am Stadion die Infoboxen zum Mauerfall aufgestellt, der markante rote Pfeil wird über dem Dach schweben. Spezielle Führungen werden angeboten, in denen die Leichtathletik-WM im August 2009 ein großes Thema sein wird. Zeitgleich wird auf dem Maifeld ein Jugendfußballturnier mit 600 Talenten durchgeführt. Der Olympiapark ist an den Feiertagen von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei. Tickets für die Führungen kosten 4 Euro und sind im Besucherzentrum erhältlich.André Görke

Mehr Details zum Themenjahr: www.mauerfall09.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben