Osthafen in Friedrichshain : Party auf Probe im Club Magdalena

Der Umzug der Magdalena war teurer als geplant: Nun ist der Club am Osthafen insolvent.

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Berliner Chic: Die Magdalena musste vor zwei Jahren umziehen. Dass auch die Nutzung des Geländes an der Elsenbrücke nur übergangsweise möglich sein würde, war klar. Erstmal kann die Party wohl weitergehen. Foto: dpa
Berliner Chic: Die Magdalena musste vor zwei Jahren umziehen. Dass auch die Nutzung des Geländes an der Elsenbrücke nur...Foto: dpa

Das im neuen Magdalena-Club nicht ewig gefeiert werden kann, war von Anfang an klar. In rund zehn Jahren rollen am Osthafen in Friedrichshain die Bagger an und machen Platz für die Verlängerung der Stadtautobahn. Wenn die Betreiber jetzt allerdings Pech haben, könnte schon viel früher Schluss sein: Denn die „Magdalena Betriebsgesellschaft“ hat wegen Zahlungsunfähig Insolvenz angemeldet.

Ende 2014 war der Club von der Schillingbrücke, nahe dem Ostbahnhof, an die Elsenbrücke gezogen. Mit einigem finanziellen Aufwand sollte hier das alte Osthafen-Kraftwerk tanz- und feiertauglich gemacht werden. Doch es gab, laut Betreibern, Probleme mit dem Brandschutz: „Die massiven Verzögerungen im Planungs- und Genehmigungsverfahren haben hier zu einer Kostenexplosion geführt“, sagt Geschäftsführer Christian Mill. Zusatzkosten und Umsatzeinbußen hätten als Folge letztendlich zur wirtschaftlichen Schieflage des Clubs geführt.

Möglichkeiten einer Sanierung

Dennoch gibt sich Mill optimistisch: „Wir wollen auf jeden Fall weiter machen, die Chancen stehen gut.“ Zusammen mit dem Insolvenzverwalter prüfe man derzeit alle Möglichkeiten einer Sanierung. „Bei anderen Großprojekten, wie dem Einbau der neuen Zwischendecke sind wir mit den Kosten sogar unter der ursprünglich veranschlagten Summe geblieben“, sagt Mill.

Auch mit der Denkmalschutzbehörde hätte man eine „befriedigende Einigung“ finden können, sagt der 37-Jährige. Außerdem wolle man alles tun, um die Jobs der 51 festangestellten Mitarbeiter dauerhaft zu sichern. Das wichtigste, zumindest für Raver und Feierfreunde, offenbart Mill dann aber ganz zum Schluss: Die Veranstaltungen sind in der Regel immer gut besucht. Der Party-Betrieb soll vorerst uneingeschränkt weitergehen.

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