Ostkreuz : Bauarbeiten beginnen im Januar

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit werden am 16. Januar 2007 mit einem Spatenstich die Bauarbeiten am Bahnhof Ostkreuz einleiten.

Berlin - "Endlich geht es los", sagte Bahn-Sprecherin Gabriele Schlott am Dienstagabend in der Hauptstadt. "Darauf haben wir lange gewartet." Der Bahnhof Ostkreuz gehöre zu den am stärksten frequentierten Umsteigepunkten im Berliner Nahverkehrsnetz, sagte Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB) für Berlin-Brandenburg. Rund 140.000 Menschen stiegen hier täglich ein, aus oder um. Nach dem Flughafenbau in Schönefeld sei der Ausbau des Ostkreuzes die größte Infrastrukturmaßnahme in der Region.

Die Mehrzahl der Linien im Berliner S-Bahn-Netz fährt über den Bahnhof Ostkreuz. Neben den S-Bahn-Gleisen liegen die Gleise der Bahn-Strecke Berlin-Frankfurt/Oder. Diese zählt nach DB-Angaben zu den wichtigsten Eisenbahnmagistralen im europäischen Ost-West-Verkehr zwischen Paris und Moskau. Außerdem ist sie eine der am meisten genutzten Verbindungen im Regionalverkehrsnetz Berlin-Brandenburgs.

Bauzeit soll zehn Jahre dauern

Die Bauarbeiten bei laufendem Verkehr werden nach Angaben von Schlott voraussichtlich zehn Jahre dauern. Die Ingenieure versuchten, die Bauzeit zu verkürzen, um die Belastungen in dem stark besiedelten Umfeld zu reduzieren, fügte Schlott hinzu. Die Investitionen betrügen 411 Millionen Euro. Für den neuen Bahnhof Ostkreuz rechnen die Verkehrsplaner mit täglich über 230.000 Menschen, die den Umsteigepunkt nutzen werden.

Nach dem Umbau wird der Bahnhof Schlott zufolge kaum wiederzuerkennen sein. Eine große gläserne Halle, 132 Meter lang, 79 Meter breit und 15 Meter hoch überspannt den S- und den Regionalbahnsteig auf der Ringbahn. Breite, gerade Treppen sowie insgesamt zehn Aufzüge und 17 Fahrtreppen verbinden die Bahnsteige und die beiden Eingangshallen des Bahnhofs im Norden und im Süden. Diese beiden neuen Eingangshallen sollen für kurze Wege aus den umliegenden Stadtquartieren zu den Zügen sorgen, sie haben Ausgänge in alle Himmelsrichtungen (tso/ddp)

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