Berlin : OSZ MAX TAUT: SCHWERPUNKT HAUSMANAGEMENT

Katja Gartz

In modernen gläsernen Bürogebäuden kann der Alltag schnell zur Hölle werden: Die Klimaanlage fällt aus, die Beleuchtung funktioniert nicht, das Reinigungsteam bleibt weg und das Abwasser läuft auch nicht dahin, wo es soll.

Die Organisation von Gebäuden, neudeutsch „Facility-Management“, hat sich längst zum eigenen Wirtschaftszweig entwickelt. Bislang kümmerten sich verschiedene Spezialisten um einzelne Probleme. Fachleute, die das ganze Gebäude im Blick haben, fehlten. Mit den ersten an der Max-Taut-Schule ausgebildeten „Technisch-Kaufmännischen Assistenten für Gebäudeservice“ wird sich diese Situation ändern. Seit einem Jahr bietet das Oberstufenzentrum Versorgungs- und Reinigungstechnik in Lichtenberg die neue, dreijährige Ausbildung mit Fachabitur an. „Mich hat die technisch- kaufmännische Mischung gereizt“, sagt die 18-jährige Sarah Kindt. Ähnlich geht es Eric Schulze. An der Max-Taut-Schule hat er außerdem das Lernen für sich neu entdeckt. Erst holte er den erweiterten Hauptschulabschluss nach, in einem weiteren Schuljahr an der integrierten Berufsfachschule erwarb er seinen Mittleren Schulabschluss und ist nun auf dem besten Weg zur abgeschlossenen Berufsausbildung mit Fachabitur. Danach könnte der 20-Jährige sogar studieren.

Technisch-kaufmännische Assistenten bedienen haustechnische Anlagen, sie führen Verbrauchsabrechnungen durch, organisieren Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, sie haben die Gebäudesubstanz im Blick, sind für die Pflege der Grünanlagen, den Winterdienst und die Wohnungsabnahme zuständig. Damit sie für diese Aufgaben gerüstet sind, werden sie in der schulischen Ausbildung für Büro- und Verwaltungstätigkeiten fit gemacht. Sie lernen Büroorganisation, Informations- und Kommunikationstechniken und erhalten Einblicke in die angewandte Informatik und in alle wichtigen technischen Bereiche: Von Bau- und Reinigungstechnik, über Wasser-, Umwelt, Energie-, Wärme-, Klima- bis hin zu Sicherheitstechnik. Zu den Aufgaben im ersten Ausbildungsjahr zählt beispielsweise das Programmieren einer Beleuchtungsanlage. Berufspraxis erwerben die Schüler in verschiedenen Betriebspraktika und den schuleigenen Werkstätten. Kooperationen unter anderem mit Wohnungsbaugenossenschaften sollen die Praktikumssuche sowie den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Willkommen sind Schüler mit Empfehlung für die gymnasiale Oberstufe, aber auch Absolventen von Realschulen, Hauptschulen und Berufsfachschulen bei hinreichenden Leistungen auf dem Abschlusszeugnis. Katja Gartz

Max-Taut-Schule, Fischerstraße 36, Lichtenberg, Telefon 030-52280148, www.max-taut-schule.de

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