Berlin : Otto Lampe wird neuer Protokollchef des Landes

Sabine Beikler

Was macht ein Protokollchef in der Senatskanzlei? Er ist nicht nur der Zeremonienmeister für Ordensverleihungen. Er muss den Regierenden Bürgermeister immer angemessen vertreten können: Er empfängt Staatsgäste, er beherrscht Smalltalk, hat profunde Kenntnisse über die Herkunftsländer der Staatsgäste – und er ist Diplomat par excellence. Deshalb leiht sich Berlin alle fünf Jahre beim Auswärtigen Amt so einen hochrangigen und erfahrenen Mitarbeiter fürs Protokoll aus: Am 8. August tritt Otto Lampe seinen Dienst im Roten Rathaus an.

Der 53-Jährige gebürtige Hamburger ist FDP-Mitglied und tritt die Nachfolge des bisherigen Protokollchefs Christian Stocks an, der als Generalkonsul nach Los Angeles geht. Auch Otto Lampe hat viel Auslandserfahrung. Er war unter anderem in Angola, Portugal und Brasilien tätig. Bisher leitete er im Auswärtigen Amt den Arbeitsstab Globale Fragen. Lampe musste Kontakte zu nichtstaatlichen Organisationen, Uno-Unterorganisationen, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden oder Kirchen aufbauen und pflegen.

Seit sechs Jahren wohnt Otto Lampe in Berlin Mitte und freut sich auf seine Aufgaben als Landesbeamter im Dienstrang eines Senatsdirigenten. Neben den protokollarischen Pflichten ist er auch für das Emigrantenprogramm verantwortlich. Zweimal im Jahr lädt Klaus Wowereit ehemalige Berliner in ihre Heimatstadt ein, die in der Zeit des Nationalsozialismus emigrieren mussten. Seit Beginn des Programms im Jahr 1969 nahmen über 33 000 Gäste daran teil.

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