• Palästinensischer Vater angeklagt 33-Jähriger hatte Kinder für Demo als Selbstmordattentäter verkleidet

Berlin : Palästinensischer Vater angeklagt 33-Jähriger hatte Kinder für Demo als Selbstmordattentäter verkleidet

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Die Anti-Israel-Demo am Alexanderplatz bekommt ein Nachspiel vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 33-jährigen Mohamed El-Rahaal gestellt. Der Palästinenser hatte seine Kinder für die Demo „Solidarität mit Palästina“ am 13. April als Selbstmordattentäter verkleidet. Die drei Kinder – sechs, zehn und zwölf Jahre alt – hatten aus Pappe gebastelte Sprengstoffattrappen um den Leib.

El-Rahaal hatte die Wirkung seines Auftritts offenbar unterschätzt. „Wenn ich gewusst hätte, was ich damit auslöse, hätte ich meine Kinder nie so verkleidet“, sagte er dem Tagesspiegel. Der 33-Jährige kam vor eineinhalb Jahren aus dem libanesischen Ort Kana nach Berlin. Das Ehepaar lebt inzwischen getrennt. El-Rahaal wohnt in einem Neuköllner Flüchtlingsheim. An jenem Wochenende hatte der Vater wie gewöhnlich die Kinder bei sich und nahm sie mit zum Alex. „Wir wollten zeigen, dass die Welt etwas tun muss, damit nicht noch mehr unserer Leute ihr Leben lassen“, sagt El-Rahaal.

Die Staatsanwaltschaft hat eine andere Botschaft empfangen. Öffentliche Billigung von Straftaten, lautet der Vorwurf. Der Angeklagte habe seine verkleideten Kinder benutzt, um seine Billigung der im Nahen Osten begangenen Selbstmordanschläge zum Ausdruck zu bringen. Für den Ankläger wurde damit der öffentliche Frieden gestört. Könnte doch durch den Demo-Auftritt ein „psychisches Klima“ in Deutschland geschaffen werden, das Taten gegen israelische und jüdische Einrichtungen folgen ließe. Die Ermittlungen wegen Volksverhetzung wurden dagegen eingestellt. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte den Auftritt verurteilt. „Hier wurde offen für Mord geworben.“ Er wolle „solche Leute“ nicht in der Stadt. kf

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