Pankow : Muslime distanzieren sich von Brandanschlag

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde hat den Brandanschlag auf den Vorsitzenden der Pankower CDU, René Stadtkewitz, auf das Schärfste verurteilt. Auf Stadtkewitz' Haus war ein Molotow-Cocktail geworfen worden.

Berlin - Meinungsverschiedenheiten und Differenzen müssten in einer demokratischen Form sowie geprägt von Fairness und Toleranz geführt werden, sagte ein Sprecher der Gemeinde. Er kündigte an, dass die Gemeinde in der Diskussion über den geplanten Bau der Moschee im Stadtteil Heinersdorf ihren "Weg der offenen Kommunikation" weiterführen wird.

Zugleich distanzierte sich die Gemeinde von einem Aufruf der Antifa Weißensee für eine Demonstration am 27. August. Das Papier sei kein sachlicher Beitrag zur Verständigung und stehe im krassen Widerspruch zum Motto der Gemeinde "Liebe für alle, Hass für keinen". In dem Aufruf wird pauschal kritisiert, dass in Heinersdorf eine "rassistische Grundstimmung" herrscht.

Einen Tag nach dem Brandanschlag hat die Polizei noch keine konkreten Hinweise zu den Tätern. Unbekannte hatten in der Nacht zum Donnerstag einen Molotow-Cocktail durch ein Fenster in das Haus des CDU-Kreisvorsitzenden geworfen, der auch im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand.

Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Friedbert Pflüger und Generalsekretär Frank Henkel wollten am Freitagnachmittag Stadtkewitz in dessen Haus in Karow besuchen und sich vor Ort ein Bild von der Lage machen. Anschließend sollte es einen "Solidaritätsrundgang" geben. Unterstützt von Pflüger hatte die Pankower CDU in der Vergangenheit Front gegen den Bau der Moschee in der Tiniusstraße gemacht. Laut Medienberichten sind bei Stadtkewitz in diesem Zusammenhang drei Drohbriefe eingegangen. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben