Pankower Moschee : Ärger wegen Fotomontage von Moscheegegnern

Die Moscheegegner von der Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger sorgen mit einer diffamierenden Fotomontage für Ärger. Der Admadiyya Gemeinde und Lokalpolitikern wird darin Käuflichkeit unterstellt.

Berlin - Die Unterstützer des Baus der Ahmadiyya Muslim Gemeinde planten Medienberichten zufolge eine Anzeige wegen Volksverhetzung. Die Fotomontage enthält fünf Porträts Pankower Lokalpolitiker von SPD, Linkspartei/PDS, Grüne sowie ein Foto des Kalifen Hazrat Mirza Masroor Ahmad, dem geistlichen Oberhaupt der Ahmadiyya Gemeinde. Zudem ist der Spruch "...hinter uns stehen Millionen" zu lesen. Ebenfalls ist ein trojanisches Pferd abgebildet.

Der Spruch der Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (ipahb) erinnert an ein Anti-Hitler-Plakat des Grafikers John Heartfield aus dem Jahr 1932 mit dem Satz: "Millionen stehen hinter mir". Die Montage wurde mehrmals von der ipahb-Homepage entfernt und dann wieder online gestellt. "Das Bild ist eine unmögliche Art der Beleidigung", sagte der Imam der Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Abdul Basit Tariq, der "Berliner Zeitung".

"Als würden wir durch Betrug fremdes Land besiedeln", betonte er. Die Initiative fügte auf ihrer Internetseite einen Kommentar und das Zitat aus einem Leserbrief zum Bild hinzu: "Nur wer die Wahrheit verschleiern will oder sie nicht erkennt, lehnt die aufschlussreiche und zutreffende Fotomontage (...) ab." Am 2. Januar dieses Jahres erfolgte bereits die Grundsteinlegung für den Moscheebau. Sie war von lautstarken Protesten begleitet. Der Bau des muslimischen Gotteshauses soll zu Beginn des Jahres 2008 abgeschlossen sein. (tso/ddp)

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