Panne im Wahlamt : Pro Reli: Falsche Wahlzettel verschickt

Martin Federlein ist ratlos. Der CDU-Stadtrat für Bürgerservice in Pankow kann sich nicht erklären, wie es zu der peinlichen Panne gekommen ist: Einem guten Dutzend Pankowern wurde statt des Pro-Reli-Wahlzettels der alte Bogen aus der Tempelhof-Kampagne zugeschickt.

Claudia Keller

„Eine böse Panne“, sagt Matthias Wambach, der Sprecher der Pro-Reli-Kampagne. Da zeige sich, dass bei der knappen Vorlaufzeit bis zum Volksentscheid am 26. April die Sorgfalt zu kurz gekommen sei.

Federleins Recherchen am Montag haben ergeben, dass die Bürger, die sich wegen des falschen Wahlzettels meldeten, die Briefwahlunterlagen alle am 31. März zwischen 15.30 und 16 Uhr im Rathaus Pankow angefordert hatten. „Die Sachen wurden dann am 1. April losgeschickt“, sagt Federlein. Er glaubt, da habe sich jemand einen Aprilscherz erlaubt. Doch welcher Mitarbeiter die Unterlagen verschickt hat, lässt sich offenbar nicht so einfach nachprüfen. Es kämen mehr als zehn Personen infrage, darunter Kollegen aus dem Bezirksamt und welche aus dem Stellenpool. Es müsse sich um jemanden handeln, der privat Wahlzettel der Tempelhof-Kampagne aufgehoben habe, denn im Rathaus seien alle Unterlagen nach dem Volksentscheid vor einem Jahr weggeworfen worden, wie es der Landeswahlleiter angeordnet habe, sagt Federlein.

Im Büro des Landeswahlleiters war man am Montag ratlos, wie der Fehler passieren konnte. Man habe die Wahlzettel für Pankow ordnungsgemäß versandt. Stadtrat Federlein hofft, dass es bei den 17 gemeldeten Fällen bleibt. Wer einen falschen Zettel im Briefkasten hat, soll sich so schnell wie möglich melden, damit man ihm den richtigen Wahlzettel nachschicken kann

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