Parallel-Ereignis : Kenia ist erster Straßenfußball-Weltmeister

Kenia hat die erste Straßenfußball-Weltmeisterschaft in Berlin gewonnen. Das Team gewann mit 4:3 gegen die Mannschaft des Projekts KickAIDS aus Südafrika.

Berlin - Nach Angaben des Veranstalters "streetfootballworld" wurde das Finale vor 2500 Zuschauern im Bolzplatz-Stadion am Mariannenplatz durch Elfmeterschießen entschieden.

Die Gewinnermannschaft aus Kenia stammt aus dem Projekt Mathare Youth Sports Association (MYSA). Im größten Fußballprojekt Afrikas sind 17.000 junge Kenianer aus 16 Slums organisiert. Ein Schwerpunkt ist der Einsatz für den Umweltschutz. Das Projekt war 2003 und 2004 für den Friedensnobelpreis nominiert.

"streetfootballworld"-Geschäftsführer Jürgen Griesbeck und der stellvertretende FIFA-Generalsekretär Jérôme Champagne übergaben dem ersten Straßenfußball-Weltmeister die Copa Andrés Escobar. Zudem erhielten fünf Spieler stellvertretend für alle Teams den Fair Play-Pokal der FIFA.

Das "streetfootballworld festival 06" war am 2. Juli eröffnet worden. Am Mariannenplatz in Kreuzberg spielten rund 200 Jugendliche in 22 Teams aus allen fünf Kontinenten den ersten Straßenfußball-Weltmeister aus. Mädchen und Jungen im Alter von 16 bis 21 Jahren spielten zusammen, Schiedsrichter gab es keine.

Organisiert wurde das einwöchige Festival von "streetfootballworld", das sich als erstes weltweites Netzwerk für den Straßenfußball bezeichnet. Ihm gehören mittlerweile rund 80 Projekte auf der ganzen Welt an. Fußball wird dabei als ein Mittel gegen Gewalt, Drogen und Armut eingesetzt. In vier Jahren soll in Südafrika parallel zur Fußball-WM die zweite Straßenfußball-Weltmeisterschaft stattfinden. (tso/ddp)

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