Berlin : PARIS: ARRONDISSEMENTS GEWINNEN EINFLUSS

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Seit diesem Jahr bis 1977 wird Paris von einem staatlichen Präfekten regiert. Zusätzlich wird ein Polizeipräfekt eingesetzt.

1873: Gesetzlich wird festgelegt, dass die Repräsentanten der Städte und Gemeinden ernannt und nicht gewählt werden. Zu Haushaltsfragen durften die Stadträte lediglich Meinungen und Wünsche äußern und der Präfekt hatte das Recht, sämtliche Entscheidungen innerhalb von 30 Tagen zu annullieren. Die Pariser Bezirke („Arrondissements“) werden durch Bürgermeister verwaltet, die von der französischen Zentralregierung ernannt wurden.

1964: Der Ballungsraum Paris wird in acht Departements unterteilt, die zur „Region Parisienne“ zusammengefasst werden. Die Stadtgemeinde („Ville de Paris“ ) bildet ein eigenes Departement, unterteilt in 20 Arrondissements. Der Pariser Präfekt ist seit 1971 auch Verwaltungschef der „Ile de France“, der großräumigen Hauptstadtregion. Die Stadtbezirke haben kaum Kompetenzen und dürfen nur wenige Aufgaben selbst erledigen.

1975: Paris bekommt einen Bürgermeister, der vom Stadtrat gewählt wird. Die Rolle des Präfekten als lokale Staatsgewalt wird dadurch geschwächt.

1982: Die Bezirksbürgermeister werden nicht mehr vom französischen Innenminister ernannt, sondern von den Bezirksvertretungen gewählt.

2002: Mit einem Reformgesetz wird die bezirkliche Ebene weiter gestärkt. Das gilt für Investitionsentscheidungen, Soziales, Kultur, Sport und Jugend. Trotz solcher Dezentralisierungsbestrebungen behalten die National- und Regionalregierung ihren bestimmenden Einfluss auf die Stadtpolitik.

2003: Eine Verfassungsänderung stärkt die kommunale Selbstverwaltung und die lokale Demokratie.

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