Berlin : Pariser Platz: Seid umschlungen, Buddy-Bären!

NAME

Die 450 bemalten Bären, die mittlerweile das Stadtbild bevölkern, haben gestern Verstärkung bekommen: 125 Brüder und Schwestern. Sie stehen, Tatze an Tatze, in einem Kreis auf dem Gelände der künftigen US-Botschaft am Pariser Platz. Das Ganze ist nicht allein eine Augenweide oder ein Spaß für die ganze Familie, sondern Kunst. Und Politik. Die Bären seien ein Zeichen für Toleranz und Völkerverständigung, sagen die Buddy-Bears-Erfinder Eva und Klaus Herlitz, und der Regierende Bürgermeister entdeckte bei seinem Eröffnungsrundgang in der bunten Bären-Galerie staatsmännisch, dass sich hier kleine und große Länder auf gleicher Augenhöhe begegnen, Hand in Hand. Bis zum November.

Für das Bemalen der Rohlinge hatten die Initiatoren mit Hilfe des Außenministeriums und ausländischer Botschaften Künstler ausfindig gemacht, die in monatelanger Arbeit den Bären ein landestypisches „Kleid“ anpassten. So kann der Betrachter vergnügt von Land zu Land wandeln, von Ägypten bis zur Zentralafrikanischen Republik ist es nur ein Schritt. Hier lernt man die auf den Bären gemalte landestypische Flora und Fauna – wie beim Namibia-Bär – kennen, dort wieder hat der Künstler mit Symbolen gearbeitet. Der gold bronzierte russische Bär zum Beispiel ist mit breiten Bändern umwickelt, was bedeutet, „dass bei uns noch vieles kreuz und quer durcheinander läuft“, sagt der Moskauer Maler Alexander Taratynow, „aber die goldene Zukunft schimmert schon durch“. Der Ami-Bär ist eine Freiheitsstatue, der slowakische hat ein Herz im Kopf. Ein „Symbol für den kulturellen Reichtum unserer Welt“ sieht Joschka Fischer im Bärenrund – hingehen, raten, Spaß haben und Nachdenken. Lo.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar