Pariser Platz : US-Botschaft feiert Richtfest

Für die US-amerikanische Botschaft wird heute zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich Richtfest gefeiert. Das Gebäude entsteht am Pariser Platz in der Nähe des Brandenburger Tores.

Berlin - Damit kehren die Amerikaner nach mehr als 50 Jahren an ihren historischen Standort zurück. Zugleich wird die letzte Lücke im städtebaulichen Ensemble am Pariser Platz geschlossen. Eröffnet wird die diplomatische Vertretung, die derzeit in der Neustädtischen Kirchstraße in Berlin-Mitte ihren Sitz hat, voraussichtlich im Frühjahr 2008.

Der Baubeginn hatte sich wegen des Streits um das Sicherheitskonzept für die Botschaft mehrfach verzögert. Nach Anschlägen auf US-Vertretungen Ende der 90er Jahre in Afrika hatten die Amerikaner besonders hohe Sicherheitsstandards gefordert. Dagegen wollte der Senat verhindern, dass in der Mitte Berlins ein Festungsbau entsteht. Als Kompromiss wurde die Behrenstraße an der Rückfront des Areals um mehrere Meter nach Süden verlegt. Außerdem sind statt Schlagbäumen breitere Gehwege und zum Schutz vor Sprengstoffattentaten rund um das Haus Poller geplant. Die zusätzlichen Kosten trägt die US-Regierung.

Der Bau wird sich Botschaftsangaben zufolge viereinhalb Stockwerke an der Kreuzung Ebertstraße/Behrenstraße erheben. Entlang der Straßenfront soll ein grünes Band aus Bäumen und Spazierwegen geschaffen werden. Das Projekt wird von dem amerikanischen Architekturbüro Moore Ruble Yudell aus dem kalifornischen Santa Monica realisiert. (tso/ddp)

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