Berlin : Park and Call

Werner van Bebber

erklärt sich sein Handy Der Fortschritt hat die Gestalt eines Handys. Es wird zum Hirnanhang. Eins seiner Talente außer Reden, Wecken, Bildermachen, Zeiten stoppen, Nummern merken, Briefchen schreiben und Spiele spielen darf es in einer paar Tagen vorführen: Dann wird man in Berlin mit Hilfe des Handys Parkgebühren bezahlen können. Wer einen Parkplatz sucht, braucht bloß noch sein Handy, aber keine halben oder ganzen Euros mehr. Damit entfällt ein wesentlicher Stressfaktor beim Parken. Kein Gerenne, um Geld zu wechseln, kein Auf- die-Uhr-Gucken beim Termin – alles kein Thema mehr. Man muss sich bloß registrieren lassen, dann erledigt irgendein Superhirn den Rest. Bis man wieder anruft, um den Parkvorgang zu beenden. Man muss nicht mehr an Kleingeld denken. Allerdings immer ans Handy. Und an das Ladegerät. Und an das rechtzeitige Anrufen beim Wegfahren. Sonst fährt man los und parkt trotzdem weiter. Merkwürdiger Fortschritt.

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