PARKANSICHTEN : Noch ’ne letzte Runde im Spreepark Im Juli ist Versteigerung,

jetzt aber erst mal Theater.

Abgefahren. Die alten Rummel-Spielgeräte verrotten seit Jahren.
Abgefahren. Die alten Rummel-Spielgeräte verrotten seit Jahren.

Auf der Premiere am Freitag wird noch einmal die Vergangenheit beschworen - mit leicht bangem Blick auf die Zukunft des einstigen Vergnügungsparks. Nachdem der Treptower Spreepark bereits im Mai zum „Night + Day“-Festival Besuch von Musikfans erhielt, startet am Freitag zum zweiten Mal das Open-Air-Sommertheater im einstigen Freizeitpark. Gespielt wird das Stück „Spuk unterm Riesenrad“ nach der gleichnamigen DDR-Fernsehserie für Kinder von 1978. An vier Juni-Wochenenden gibt es Aufführungen an dem Original-Drehort.

Am 3. Juli wird dann das Erbbaurecht für das fast 30 Hektar große Areal zwangsversteigert. Der neue Investor darf es „ausschließlich als Freizeitpark“ nutzen, heißt es in der Ankündigung der Versteigerung. Doch bis dahin bleibt unklar, was genau mit dem seit 2001 verfallenden Gelände des ehemaligen „Kulturparks Plänterwald“ geschieht, das abseits von Veranstaltungen nur über Führungen zugänglich ist. Für die Veranstalterinnen des Sommertheaters Anne Diedering und Eva-Maria Brück-Neufeld war das Grund genug, sich nach dem vergangenen Jahr noch einmal auf das Gelände zu wagen. Derzeit laufen im Spreepark die letzten Proben, auch in Anwesenheit des Autors der „Spuk unterm Riesenrad“-Gruselgeschichte C. U. Wiesner, Schirmherr des Theaterprojekts.

Zu zwölf verschiedenen Terminen werden die Kinder Keks und Tammy wieder ihre Ferien bei den Großeltern verbringen, die im Spreepark eine Geisterbahn betreiben. Durch einen Unfall mit Grießbrei erwecken sie die Geisterbahnfiguren Hexe, Riese und Rumpelstilzchen zum Leben, mit denen sich die Kinder von nun an eine wilde Verfolgungsjagd liefern. Die Aufführung dauert etwa zwei Stunden. Einlass ist eine Stunde vor Beginn, rund ums Theater gibt es einen Rummel mit Zuckerwatte, Popcorn, Crêpes und Dosenwerfen. Der Eintritt kostet zwischen 11 und 25 Euro, Karten gibt es unter der Telefonnummer 01805 57 00 00 und im Internet unter www.spuk-unterm-riesenrad.de. ffe

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