Berlin : Parkplatzprobleme: Nur mit Schein

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In immer mehr Vierteln von Mitte wird das Parken für Ortsfremde kostenpflichtig. Das Bezirksamt hat nun entschieden, die Parkraumbewirtschaftung rund um den Alexanderplatz bis zur Bezirksgrenze zu Kreuzberg-Friedrichshain auszuweiten. Das Gebiet liegt zwischen Mollstraße, Lichtenberger Straße und Holzmarktstraße, es umfasst 1467 Parkplätze. Die Erweiterung ist nach Angaben des Bezirksamts notwendig, weil eine zunehmende Zahl von Autofahrern, die sich die Parkgebühr am Alexanderplatz sparen wollten, in die Wohngegend ausgewichen sind.

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Das Parken wird, wie in den anderen Zonen auch, täglich von 9 bis 19 Uhr, sonnabends bis 14 Uhr eine Mark pro angefangene halbe Stunde kosten. Anwohner können für 50 Mark pro Jahr Parkvignetten kaufen. Das Vorhaben muss noch von der Straßenverkehrsbehörde genehmigt werden. Bewohner der Gegend wurden auf einer Anwohnerversammlung informiert. Laut Tiefbauamt Mitte könnten die Parkscheinautomaten voraussichtlich in einem halben Jahr in Betrieb genommen werden.

Spätestens zu dieser Zeit soll auch die Parkraumbewirtschaftung in der Spandauer Vorstadt beginnen. Dieses Gebiet wird durch die Friedrichstraße, die Torstraße, die Karl-Liebknecht-Straße und den Stadtbahn-Viadukt eingegrenzt. Im Unterschied zu anderen Teilen der Stadt soll das Parken dort an sieben Tagen der Woche bis 24 Uhr kostenpflichtig sein. Das Bezirksamt hofft, so vor allem Kneipengäste zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen.

Ausgedehnt werden soll die Parkraumbewirtschaftung voraussichtlich zudem in der Müllerstraße in Wedding und rund um das neue Rathaus von Mitte in Moabit. Die Parkvignetten für die neue Zone östlich des Alexanderplatzes kann man in der Polizeidirektion III in der Otto-Braun-Straße 27 beantragen.

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