Berlin : Parkwächter laufen in Charlottenburg wieder Streife

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25 Parkbetreuer gehen in diesem Monat in den Grünanlagen wieder auf Streife. Laut Baustadträtin Beate Profé (Bündnis 90 / Grüne) hat sich das erste, AB-Projekt dieser Art bewährt. Im Sommer war es zu Ende gegangen. Derzeit werden die Mitarbeiter von der gemeinnützigen GmbH "Jahreszeiten" ausgebildet.

Wahrscheinlich ab Montag, 22. November, werden 25 Parkwächter ein Jahr lang sieben Tage pro Woche von 8 bis 17 Uhr im Volkspark Jungfernheide, im Park am Lietzensee und anderen Grünanlagen Hundebesitzer zum Anleinen ihrer Vierbeiner bewegen, ruppige Radfahrer ermahnen und Touristen den rechten Weg weisen. Derzeit werden die künftigen Parkstreifen, sämtlich Menschen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, geschult und auf ihre Befugnisse hingewiesen. Anders als hoheitliche Ordnungshüter dürfen sie allerdings keine Strafen verhängen. "Wir können niemanden abstrafen. Wir sind keine Parkpolizei", betont der Projektkoordinator Bernd Häseler. Um so stärker ist das psychologische Geschick der Betreuer gefordert, auch ohne Drohmittel Besucher zum pfleglichen Umgang mit den Grünanlagen anzuhalten. Daran hatte es beim ersten Streifen-Projekt jedoch ab und an gemangelt, vom barschen Befehlston der Wächter wurde berichtet. Allerdings müssen die Streifen sich auch von den Parkbesuchern einiges anhören. "Das ist manchmal schon sehr bösartig", weiß Häseler.

Der Bezirk ist jedenfalls froh, dass seine Grünflächen wieder kontrolliert werden. "Wir wollten das gern fortführen", so Dezernentin Profé. Aus der Bevölkerung habe es überwiegend positive Rückmeldungen gegeben. Außerdem entlastet der vom Arbeitsamt West mit einer Millionen Mark finanzierte Streifeneinsatz die Bezirkskasse. Bei den Vandalismusschäden und der Verschmutzung der Parks habe es beim ersten Parkprojekt eine leichte Tendenz zum Besseren gegeben, so Profé, die für die Pflege der Grünflächen 1,5 Millionen Mark im Jahr zur Verfügung hat. Ähnliche Projekte zur Parkbetreuung laufen derzeit unter anderem in Neukölln und Tempelhof.

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