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Partei "Die Freiheit" : Islamgegner Wilders plant Rede in Berlin

Der niederländische Rechtspopulist und Islamgegner Geert Wilders unterstützt die Gründung der neuen Partei "Die Freiheit" in Deutschland.

In Berlin nur bedingt willkommen: Geert Wilders, holländischer Rechtspopulist.
In Berlin nur bedingt willkommen: Geert Wilders, holländischer Rechtspopulist.Foto: AFP

Er werde am 2. Oktober nach Berlin kommen und dort eine Rede „über die Gefahr des Islam als totalitäre Ideologie“ halten, teilte Wilders am Sonntag über Twitter mit. Der ehemalige Berliner CDU-Abgeordnete René Stadtkewitz hatte Wilders bereits vor längerer Zeit eingeladen. Bislang betonte Stadtkewitz, dass die neue Partei, die er gründen will, "kein Ableger" von Wilders Freiheitspartei in den Niederlanden sei.

Seine Partei werde "klassisch liberal" sein, sagte Stadtkewitz. "Die Freiheit" werde liberaler als die FDP, weniger staatsgläubig als die SPD und viel mehr Antiparteien-Partei sein als die Grünen je waren, kündigte Stadtkewitz an. Konkret werde man sich für Volksentscheide auf allen Ebenen der Politik einsetzen. Denn die Menschen seien nicht verdrossen von der Politik, sondern von der Parteipolitik.

Wie dem SPD-Politiker und scheidenden Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin geht es Stadtkewitz im Grunde um Kritik am Islam und an Migranten, die sich nicht integrieren wollen. Stadtkewitz betonte, er habe nichts gegen den Islam als Religion, aber um so mehr gegen den politischen Islam als totalitäre "Ideologie". Wie groß der Groll vieler Bürger auf die Parteipolitiker derzeit ist, meint Stadtkewitz nicht nur an den Umfragen zu erkennen, in denen Sarrazin Zustimmung erfährt.

Die Weigerung Stadtkewitz' Wilders abzusagen, spielte kürzlich beim Ausschluss von Stadtkewitz aus der CDU-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses eine wichtige Rolle. Tsp

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