Berlin : Parteien bei der Wahl – Von Rekorden und tiefem Sturz

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Berliner sind Wechselwähler. Anders als bei der CSU in Bayern konnte sich bisher keine Partei darauf verlassen, stets die Mehrheit der Stimmen zu erhalten.

Nach Kriegsende und den ersten Wahlen von 1946 wurde die SPD bis 1975 stets stärkste Partei mit einer absoluten Mehrheit. 1948, bei den ersten Wahlen in den drei Westsektoren, die während der Blockade West-Berlins stattfanden, erhielt sie mit Ernst Reuter an der Spitze sogar 64,5 Prozent der Stimmen. Mehr gab es nie für eine Partei bei demokratischen Wahlen in Deutschland. Mit 61,9 Prozent ähnlich erfolgreich war die SPD mit Willy Brandt 1963 nach dem Mauerbau.

1975, nach der Entführung des damaligen CDU-Spitzenmannes Peter Lorenz, verlor die SPD unter Klaus Schütz erstmals die Rolle als stärkste Partei und kam nur noch auf 42,6 Prozent. Die CDU überholte sie mit 43,9 Prozent.

1981 stellte die CDU dann auch den Regierenden Bürgermeister. Richard von Weizsäcker holte mit 48 Prozent den bisher höchsten Sieg für die CDU. Danach ging es vor allem mit der SPD bergab, die ihren Tiefpunkt 1999 unter Walter Momper mit nur noch 22,4 Prozent erreichte.

Die Grünen begannen 1981 mit 7,2 Prozent und steigerten sich 1995 auf 13,2 Prozent als bisheriges Rekordergebnis.

Die PDS landete bei ihrer Premiere 1990 bei 9,2 Prozent und legte dann kontinuierlich zu, bis 2001 dann 22,6 Prozent erreicht waren.

Mit 23,1 Prozent schaffte die FDP 1950 ihr bestes Ergebnis. Mehrfach war sie danach gar nicht im Parlament vertreten. 1999 holte sie nur noch 2,2 Prozent. kt

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