Parteifusion : Linkspartei stoppt Gespräche mit Berliner WASG

Die Linkspartei hat erste Konsequenzen aus dem Beschluss der Berliner WASG gezogen, bei der Abgeordnetenhauswahl gegen die Linkspartei anzutreten. Alle Gespräche zwischen beiden Parteien sollen abgebrochen werden.

Berlin - Dies kündigte der Beauftragte der Linkspartei für die Fusion mit der WASG, Bodo Ramelow, gegenüber dem Tagesspiegel an. Er werde der Berliner Linkspartei empfehlen, "mit dem derzeitigen WASG-Landesvorstand keine Gespräche mehr zu führen", sagte Ramelow. "Jedes gemeinsame Agieren steht hier vor dem Ende." Er reagierte damit auf den Beschluss der Berliner WASG, in Konkurrenz zur Linkspartei zur Abgeordnetenhauswahl anzutreten.

In Berlin versuche "eine politikunfähige Minderheit gerade, das Projekt in ganz Deutschland zu unterminieren", kritisierte Ramelow, der auch stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag ist. Dies werde sich die Linkspartei "nicht gefallen lassen".

Ramelow rief die Führung der Bundes-WASG dazu auf, in Berlin für die Einhaltung der Kooperationsvereinbarung mit der Linkspartei zu sorgen, wonach es keinerlei Konkurrenzkandidaturen geben dürfe. "Wenn einzelne Landesverbände gegen die zwischen der Linkspartei und der WASG unterzeichneten Kooperationsabkommen verstoßen, ist das nicht akzeptabel."

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