Berlin : Patienten kämpfen öfter um Therapien Landesbeauftragte berichtet Abgeordneten

Krankenkassen und Ärzte lehnen nach Angaben der Berliner Patientenbeauftragten zunehmend Therapien ab. Die Beauftragte Karin Stötzner zog am Montag vor dem Gesundheitsausschuss im Abgeordnetenhaus eine Bilanz der vergangenen zwei Jahre – ihr Fazit: Während mehr Patienten von ihren Rechten wüssten, scheint sich die Lage insgesamt kaum verbessert zu haben. Bei Kassen scheine es zur Regel zu werden, dass Patienten gegen rigide Ablehnungen erst Widerspruch einlegen müssten, ehe bestimmte Therapien genehmigt würden. Ärzten sei es eigentlich sogar untersagt, Behandlungen mit Verweis auf geringes, von den Kassen bezahltes Budget zu verweigern: Mediziner dürfen Therapien nur verweigern, wenn sie diese ihrer Diagnose nach für nicht hilfreich halten. Angesichts der Honorarverhandlungen zwischen Kassen und Ärzten forderte Stötzner die Ärzteverbände dazu auf, das Geld besser unter den Fachgruppen zu verteilen. Wie berichtet, bestehen etwa zwischen Radiologen und Hausärzten enorme Einkommensunterschiede.

Mit Blick auf geforderte Transparenz bei Pflegeleistungen – sowohl in Heimen als auch ambulanten Diensten – erklärte Stötzner: „Da gibt es bei mir inzwischen ein gewisses Maß an Resignation.“ Noch immer sei oft nicht klar, was Pflegebedürftige bei welchem Anbieter erwarten können. „Das Beharrungsvermögen der Anbieter ist erstaunlich groß.“hah

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