PATIENTENPORTRÄT : Kerstin Hofmann, 51

Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Diagnose:

Verschleiß des Hüftgelenks

Behandlung:
Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks

Klinik:
DRK-Kliniken Berlin Westend,

Berlin-Charlottenburg

Vorgeschichte: Kerstin Hofmann hatte Erfolg in ihrem Beruf. Sie ist 51 Jahre alt und betreibt eine eigene Versicherungsagentur. Doch gerade der Außendienst fiel ihr seit einigen Jahren zunehmend schwer – immer wieder plagen die Brandenburgerin Schmerzen in der linken Hüfte. Zunächst ignoriert sie die Zeichen ihres Körpers, denn gerade als Selbstständige kann man es sich oft nicht leisten, krank zu werden. Doch als sie im Jahr 2005 leicht stürzt, bleiben auch lange danach die Beschwerden. „Dann habe ich getrickst“, sagt sie. Termine bei Kunden, die im dritten Stock wohnen, versuchte die Versicherungsfachfrau in das eigene Büro zu verlegen, um das schmerzende Treppensteigen zu umgehen. „Aber irgendwann ging es nicht mehr“ sagt die Frau, die deutlich zeigt, dass sie nur ungern etwas aus der Hand gibt. Kerstin Hofmann beschloss, einen Arzt aufzusuchen. Doch der hat die Arthrose nicht gleich erkannt, gab ihr Spritzen gegen die Schmerzen. Im Sommer 2008 kam dann der Befund: Arthrose. Noch im Oktober des gleichen Jahres wird sie operiert, bekommt ein künstliches Hüftgelenk – anschließend fährt sie in eine Reha-Klinik.

Operation: Doch schon während der Genesung treten plötzlich die altbekannten Beschwerden auf – diesmal an ihrer rechten Hüfte. Ohne langes Zögern entschließt sich Kerstin Hofmann, auch dieses Problem in Angriff zu nehmen. „Angst hatte ich keine“, sagt sie, „denn ich wusste ja, wie viel besser es mir danach gehen würde.“ Die Chirurgen des DRK-Klinikums Westend setzten ihr Anfang Januar 2010 ein künstliches Hüftgelenk ein. Schon drei Tage nach dem Eingriff kann sie das Krankenbett wieder verlassen, auch wenn sie sich zunächst noch auf Krücken stützen muss. „Man merkt, dass es jeden Tag besser wird.“

Das Leben danach: Auf die Gehhilfen kann sie auch drei Monate später noch nicht ganz verzichten. Doch sie hat wieder viel ihrer alten Lebensfreude zurück – denn der belastende Dauerschmerz ist weg. Hilfe kann sie selbstsicher ablehnen: „Ich bin doch kein Invalide!“ Ganz im Gegenteil, sie umsorgt fürsorgevoll ihren Kater Tylor und in wenigen Monaten wird die Unternehmerin auch wieder in ihren Beruf zurückkehren können. fp

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