Berlin : Pavillons statt Buden am Mahnmal

Bezirk will Verunstaltung nicht hinnehmen

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Wie der Verkauf von Souvenirs sowie Speisen und Getränken am HolocaustMahnmal „angemessen“ aussehen könnte, soll morgen in einem Gespräch zwischen dem Bezirksamt Mitte, der Mahnmal-Stiftung und der Grundstücksgesellschaft BÄR erörtert werden. Die Beteiligten werden sich voraussichtlich auf Verkaufspavillons einigen, in denen zum Beispiel ein Café mit Buchladen unterkommen soll. Letzte Woche war eine Wurstbude auf Anordnung des Bezirks wegen ihrer Optik geschlossen worden.

Auch gegen den vorhandenen Souvenirstand an der Cora-Berliner-Straße und eine geplante Schankterrasse an der Hannah-Ahrendt-Straße haben die bündnisgrüne Baustadträtin Dorothee Dubrau und die Mahnmal-Stiftung schon Bedenken geäußert. So wird damit gerechnet, dass der Stand bald abgebaut wird.

Die Stadträtin hält Stände und Buden in Nachbarschaft des Holocaust-Mahnmals für nicht angemessen. Ein Verbot für fliegende Händler oder Bauchläden wurde gestern im Bezirksamt erörtert, aber nicht beschlossen. BÄR-Sprecher Markus Hennig sagte, sein Unternehmen strebe schon seit längerem eine Gesamtlösung an, die dem Gebiet und dem Touristenfluss gerecht werde. Mit der Mahnmal-Stiftung gebe es gute Gespräche. Über den Fachwerkaufbau der Wurstbude sei die Gesellschaft selbst überrascht gewesen. Die Bude war mit dem Hinweis auf den „Verunstaltungsparagrafen“ der Bauordnung geschlossen und abtransportiert worden. C. v. L.

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