Personaldebatte in Berlin-Mitte : Kein sicherer Wahlkreis für SPD-Chef Jan Stöß

SPD-Landeschef Jan Stöß bekommt Konkurrenz im eigenen Hause: Stefan Draeger, Chef des Ortsverbands Alexanderplatz, will sich ebenfalls im Wahlkreis 2 um das Direktmandat für die Abgeordnetenhauswahl 2016 bewerben.

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Der SPD-Landeschef Jan Stöß will im Herbst 2016 ins Abgeordnetenhaus einziehen.
Der SPD-Landeschef Jan Stöß will im Herbst 2016 ins Abgeordnetenhaus einziehen.Foto: dpa

Der SPD-Landeschef Jan Stöß, der im Herbst 2016 ins Abgeordnetenhaus einziehen will, muss um seinen Wahlkreis im Bezirk Mitte bangen. Nach Informationen aus Parteikreisen will dort auch der Unternehmensberater und Chef des SPD-Ortsverbands Alexanderplatz, Stefan Draeger, kandidieren. Der Direktkandidat der SPD im Wahlkreis 2 (Mitte) wird im Juni nominiert.

Sollte Stöß trotzdem antreten, hat er nicht unbedingt die besseren Karten. Draeger trat bereits bei der Abgeordnetenhauswahl 2011 in dem Wahlkreis rund um den Alex an, unterlag allerdings knapp der Linken-Kandidatin und Ex-Senatorin Carola Bluhm. Zu seiner erneuten Kandidatur wollte sich der SPD-Mann gegenüber dem Tagesspiegel nicht äußern. Alternative Angebote für einen aussichtsreichen Wahlkreis oder guten Platz auf einer SPD-Wahlliste für 2016 hat der Parteichef Stöß bisher nicht bekommen.

Zum Wahlkreis 2 gehören der Alexanderplatz und die Museumsinsel, die Friedrichstraße und Unter den Linden - also bedeutende Teile der historischen Stadtmitte, für deren Neugestaltung sich Stöß seit geraumer Zeit engagiert einsetzt. Eigentlich ist der SPD-Chef in Friedrichshain-Kreuzberg beheimatet. Für eine Kandidatur in Mitte soll er Unterstützung mehrere Genossen erhalten haben - allerdings auch auf innerparteiliche Kritik gestoßen sein.

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