Personalien : Schindhelm erleichtert über Abschied von Opernstiftung

"Ich kann nicht mehr viel bewirken, das hat mich ja auch zu meinem Schritt bewogen", sagte Schindhelm im Deutschlandradio Kultur. Er legt sein Amt als Generaldirektor in der kommenden Woche nieder.

Berlin - Der Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, Michael Schindhelm, hat sich erleichtert über sein Ausscheiden aus dem Amt geäußert. Schindhelm räumte ein, er habe sich in der Einschätzung getäuscht, in Berlin gebe es ein "überparteiliches Verständnis" in der Kulturpolitik. Das Gegenteil sei der Fall. Sogar innerhalb der Parteien divergierten die Meinungen darüber, kritisierte er. Zugleich forderte er für das Amt des Generaldirektors der Opernstiftung mehr Befugnisse. "Die Lehre aus meinem Scheitern sollte sein, zu sagen, ein künftiger Generaldirektor hat nur dann einen Sinn, wenn er wesentlich mehr Kompetenzen hat, als ich besessen habe."

Die Berliner Opernstiftung, deren Zuschüsse bis 2009 um 16,8 Millionen Euro sinken sollen, vereint seit 2004 unter ihrem Dach die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Die drei Bühnen sollen kooperieren, um Kosten zu senken, aber wirtschaftlich und künstlerisch eigenständig bleiben. Damit soll die Existenz aller drei Häuser langfristig gesichert werden. (tso/ddp)

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