Berlin : Peter Maffays Weltreise

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Der Kontrast auf der runden Bühne könnte nicht größer sein: Drei stämmige junge Sikhs in schwarzen Turbanen, weißen Sakkos und weiten Hiphopper-Jeans rappen in voller Lautstärke, dazu brummen aus den Lautsprechern indische Rhythmen – das indisch-britische DJ-Trio Kuldeep, Surjeet, Manjet Ral, bekannt als „Rhythm Dhol Bass“. Daneben ein schlanker älterer Mann, enge Hosen, Cowboystiefel, Achtziger-Jahre-Matte, der dazu Gitarre spielt – Peter Maffay .

Von einer Weltreise hat der Sänger elf Künstler zum Konzert in die Max-Schmeling-Halle mitgebracht: darunter Farhad Darya aus Afghanistan, Tsipi Mashid aus Israel und Grandprix-Gewinnerin Ruslana aus der Ukraine. Maffays aktuelle Tournee, die ihn in 15 deutsche Städte führt, heißt passenderweise „Begegnungen“. Alle Musiker haben eins gemeinsam: ihr soziales Engagement für Kinder. Die Tournee soll bei der Finanzierung ihrer Projekte helfen, die Peter Maffay auf seiner Reise zu einer „Allianz für Kinder“ vernetzt hat.

Die drei rappenden Sikhs hatte Maffay dem Publikum übrigens als „Kulturschock“ angekündigt, doch die Zuschauer tanzen begeistert zur exotischen Musik. „Berlin ist ein ganz besonderer Ort“, sagt Maffay deshalb erfreut. „So viel Verständlis für Musik und andere Kulturen wie hier gibt es in kaum einer anderen Stadt.“ Unter den Zuschauern des Konzerts waren auch 13 Jugendliche, die als Dank für ihr Engagement zum Konzert eingeladen worden waren – inklusive eines Treffens mit Maffay in der Volkswagen-Lounge. dma

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