Petition für Lemmy Kilmister : Straße für Motörhead-Sänger in Friedrichshain gefordert

Eine Straße für den toten Motörhead-Sänger in Friedrichshain? Das fordert zumindest eine neue Online-Petition. Die Begründung ist verblüffend.

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Unterschreiben für Lemmy. Zumindest in einem Lokal in Hollywood ist das möglich.
Unterschreiben für Lemmy. Zumindest in einem Lokal in Hollywood ist das möglich.Foto: dpa

Nicht nur David Bowie soll mit einer Straße in Berlin geehrt werden, sondern auch Lemmy Kilmister. Das wünschen sich zumindest die Initiatoren einer Online-Petition, die den Ende 2015 gestorbenen Motörhead-Sänger am liebsten in Friedrichshain verewigen würden. Eine Straße haben sie auch schon im Blick: die Sonntagstraße nahe dem Bahnhof Ostkreuz.

Und warum ausgerechnet diese Straße? Die Begründung der Petenten, die das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zum Handeln auffordern, ist so ironisch wie einleuchtend: "Lemmy hat nachweislich ein Siebentel seines Lebens mit dem Sonntag verbracht", heißt es in dem Aufruf auf der Plattform change.org. "Das ist deutlich länger, als David Bowie in der Schöneberger Hauptstraße gewohnt hat." Kilmister starb im Alter von 70 Jahren.

Lemmy Kilmister: Immer Vollgas, immer laut
Der britische Bassist und Sänger Lemmy Kilmister starb vier Tage nach seinem 70. Geburtstag in Los Angeles.
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29.12.2015 11:21Der britische Bassist und Sänger Lemmy Kilmister starb vier Tage nach seinem 70. Geburtstag in Los Angeles.

Zudem habe Lemmy bei allen Motörhead-Alben auch am Sonntag gearbeitet. Weiter heißt es: "Laut, unkonventionell, Alkohol, Drogen, regierungskritisch, atheistisch, einmalig, umstritten, Rock'n'Roll - diese Beschreibungen passen auf Lemmy und auf Friedrichshain." Eine Sache von heute auf morgen ist das Ganze aber nicht. Denn nach dem Berliner Straßengesetz dürfen Persönlichkeiten erst fünf Jahre nach ihrem Tod mit einer Straße oder einem Platz gewürdigt werden.

David Bowie in Berlin
David Bowie, Berlin, 1976. Foto von Archival Pigment Print auf Baryt. Courtesy: EYE·D Agentur für Fotografie.
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11.01.2016 08:23David Bowie, Berlin, 1976. Foto von Archival Pigment Print auf Baryt. Courtesy: EYE·D Agentur für Fotografie.

Die Begründung für eine Lemmy-Kilmister-Straße fanden seit dem Start vor wenigen Tagen fast 2000 Unterstützer einleuchtend. Allerdings liegt die David-Bowie-Straße weit vorn: Bislang forderten rund 11.000 Menschen, die Schöneberger Hauptstraße nach dem Musiker zu benennen, der hier von 1976 bis 1978 im Haus mit der Nummer 155 wohnte. Um den Motörhead-Sänger dreht sich übrigens noch eine weitere Petition: Diese fordert, einem neu entdeckten chemisches Element den Namen "Lemmium" zu geben. Unterstützer bislang: mehr als 150.000.

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