Berlin : Pfarrhaus in Moabit brannte – Feuer griff nicht auf Kirche über

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Wegen eines Feuers in einem abgestellten Wohnmobil brannte gestern früh das Pfarrhaus der Reformationsgemeinde in Moabit – und löste gegen 6 Uhr einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Auf die Alarmierung „Feuer, Kirche“ rasten mehrere Dutzend Fahrzeuge in die Wiclefstraße. Die Feuerwehr konnte jedoch das Übergreifen des Feuers auf das historische Kirchengebäude an der Ecke Beusselstraße und auf den Kindergarten verhindern. Zunächst sprangen die Flammen auf drei weitere Autos und ein Motorrad über, die unter einem Vordach geparkt waren, dann fraß sich das Feuer in das teilweise hölzerne Vordach. Als die Fensterscheiben in der Hitze zersprangen wurden Nachbarn gegenüber wach und riefen die Feuerwehr.

Als die ersten Retter eintrafen, hatten die Flammen in die über dem Parkplatz gelegene zweietagige Wohnung eines Pfarrers übergegriffen. Die 13 Bewohner des Gebäudes – dort sind Büros und Wohnungen von Pfarrern – retteten sich ins Freie. Da der Pfarrer der zerstörten Wohnung unter Diabetes leidet, brachte ihn die Feuerwehr ins Krankenhaus. „Alle sind aber gesund und munter“, sagte eine Gemeindeangestellte.

Brandstiftung schloss die Kripo schnell aus. Es wird angenommen, dass ein technischer Defekt der Auslöser war. In dem zum Wohnmobil umgebauten älteren Kleintransporter soll ein nachträglich wegen Startschwierigkeiten eingebautes Kabel durchgeschmort sein, hieß es gestern.

Die 100 Kinder der nebenan gelegenen Kindertagesstätte wurden wieder nach Hause geschickt, um die Aufräumungsarbeiten nicht zu behindern. „Morgen geht es weiter“, sagte Hartmann Bökenkamp von der Reformationskirche. Ha

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