• Pfingsten in Berlin: "Genauso viel Folklore" - Die Karneval-Veranstalter sind sehr zufrieden (Interview)

Berlin : Pfingsten in Berlin: "Genauso viel Folklore" - Die Karneval-Veranstalter sind sehr zufrieden (Interview)

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Der fünfte Karneval der Kulturen ist gelaufen. Matthias Oloew befragte eine der beiden Organisatorinnen, Brigitte Walz, von der Veranstalterin "Werkstatt der Kulturen".

Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf von Umzug und Straßenfest?

Wir sind sehr zufrieden und erschöpft. Wir haben etwa 600 000 Zuschauer beim Umzug geschätzt, hinzu kommen die Gäste beim Straßenfest. Die beteiligten Gruppen haben viel einfallsreicher ihre Kostüme und Dekorationen gestaltet, auch ästhetisch viel ansprechender. Es waren viel mehr Künstler dabei, so dass die Trennung zwischen Künstlern und Gruppen aufgebrochen wird, was wir sehr begrüßen.

Wie kam es zu den stundenlangen Verspätungen?Geplant war, dass der Zug gegen 21 Uhr endet, dann wurde es aber viel später.

Das hat zweierlei Gründe. Einmal staute es sich am Südstern, das als Nadelöhr gilt. Und dann haben sich die Gruppen länger als verabredet vor der Tribüne der Jury präsentiert. Die Juroren saßen an der Gneisenau-, Ecke Zossener Straße und jede Gruppe sollte sich nur zwei bis drei Minuten präsentieren dürfen. Dann wurde bei vielen aber doch zehn Minuten und mehr draus. So etwas verursacht einen großen Rückstau. Dann blieb auch noch zwischendrin einer der Umzugswagen liegen...

Größere Probleme gab es aber nicht?

Nein, alles war friedlich. Auch die Müllbilanz liegt schon vor. Die Firma Alba hat auf der ganzen Strecke nur 100 Kubikmeter Müll eingesammelt. Das ist sehr wenig.

Viele Beobachter glauben, dass es weniger folkloristische Gruppen gab als sonst. Nicht umsonst sprechen viele von einer etwas anderen Love Parade.

Der Eindruck täuscht. Prozentual sind es nicht weniger ethnisch-folkloristische Gruppen geworden. Auch die Zahl der Soundsysteme, die viele ja mit den Trucks der Love Parade gleichsetzen, hat nicht zugenommen. Es gibt ja viele Gruppen, die nicht jedes Jahr dabeisein können. Diesmal haben die Indonesier erstmals mitgemacht, was insofern außergewöhnlich war, weil es sich hierbei um eine zusammengewürfelte Truppe aus mehreren Gruppen handelte.

Die Finanzierung des Karnevals ist wackelig. Erstmals gab es eine CD und Buttons zu kaufen, deren Erlöse der Organisation zu Gute kommen. Wie lief der Verkauf?

Die CDs gingen ganz gut weg. Eher schwierig war der Verkauf der Buttons, die für drei Mark zu haben waren. Wir wissen auch nicht, woran das lag. Unsere Verkäufer waren überall. Wir hätten uns sehr über eine breite Unterstützung gefreut.

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