Berlin : Pfingstfest der Turner und Karnevalisten

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Karneval der Kulturen, Internationales Turnfest, Museumsinselfestival: Das kommende Wochenende wird eines der Großereignisse – dennoch sehen Polizei und Veranstalter den Pfingsttagen gelassen entgegen. Letztere hoffen sogar auf Synergien – wie Sabine Grunwald, die Sprecherin des Museumsinselfestivals. So trommelt die Truppe „Sapucaiu no Samba“ sowohl zum Auftakt des fünfmonatigen Festivals in Mitte am Freitagabend als auch beim Karneval der Kulturen. Und „wenn die Leute tags beim Karneval gefeiert haben, können sie sich abends bei uns entspannen“, sagt Grunwald.

Am Wochenende werden bei den Großereignissen weit mehr als eine Million Menschen auf den Beinen sein. Zum Auftakt des Turnfestes ziehen die Sportler am Samstagabend durch die Stadt. „Wir haben den Termin unseres Umzugs im Vorfeld mit dem des Karnevals am Sonntag abgestimmt“, sagt TurnfestSprecher Sven Alex. Um 17.30 Uhr starten die Turner von der Siegessäule in Richtung Brandenburger Tor, gegen 21Uhr soll sich der Zug nach der offiziellen Eröffnungsrede von Bundespräsident Horst Köhler auflösen. Für das Fest vom 14. bis 20. Mai werden fast 100 000 vor allem weibliche Teilnehmer aus ganz Deutschland, aber auch dem Ausland erwartet, knapp 70 000 werden mit Isomatte und Schlafsack in den Klassenräumen von 377 Berliner Schulen nächtigen. Berlins Schüler freuen sich über längere Pfingstferien vom 16. bis 20. Mai; auch für die Turner lässt die BVG Busse und Bahnen öfter fahren.

Am Sonntag zieht dann der multikulturelle Karneval mit 4500 Teilnehmern durch Neukölln, Kreuzberg und Schöneberg. Am Rande werden wieder hunderttausende Schaulustige erwartet – 900000 zählte die Polizei vergangenes Jahr. Diesmal wird sich das Publikum wahrscheinlich anders zusammensetzen: „Viele Familien verreisen über Pfingsten, stattdessen werden viele Turner mitfeiern“, erwartet Anett Szabó vom Veranstalterteam der Neuköllner Werkstatt der Kulturen.

Die Pfingsttage sollen übrigens wärmer und schöner werden – Sonntag kann es allerdings abkühlende Schauer geben. Einen kühlen Kopf bewahrt auch die Polizei: „Wir rechnen nur mit den üblichen Verkehrsproblemen, nicht mehr.“ kög

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