Pfizer : Nah dran an Politik und Forschung

Für die Vorstände von Pfizer (Viagra) gab es zu Berlin nur eine Alternative: Karlsruhe. Dort sitzt die Deutschlandzentrale des weltweit größten Pharmakonzerns seit 50 Jahren – „und Baden ist eine wunderbare Region“, findet Andreas Wandelt, Vice President bei Pfizer. Doch am Ende siegte die Vernunft – und das ist das Geschäft: „Die größere Nähe zu den Beteiligten im Gesundheitswesen gab den Ausschlag für Berlin“, sagt Wandelt. Damit entstehen 500 Arbeitsplätze in Berlin. Die Stadt ist für den Pfizer-Vorstand ein „Zentrum des Gesundheitswesens mit Ausstrahlung auf ganz Europa“. Wegen der Kliniken und Krankenhäuser und der vielen medizinischen und naturwissenschaftlichen Forschung.

Zu vielen Berliner Institutionen pflegt der US-Konzern bereits „gute Kontakte und zahlreiche Kooperationen“. Das will man ausbauen. Immerhin ist das Pharma-Geschäft stark vom Staat reguliert und ausgeprägte Kontakte bei Politikern und Verbänden entscheiden über Milliardenumsätze. „Wir gehen davon aus, dass es künftig noch wichtiger sein wird, den Dialog mit allen Beteiligten des Gesundheitswesens zu intensivieren, mit Ärzten, Apothekern, Krankenkassen, medizinischen Berufsverbänden – und mit der Politik“, sagt Wandelt. Auch deshalb sei der Umzug „eine strategische, in die Zukunft gerichtete Entscheidung“.

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