• Pflüger will Candy-Bomber Straße widmen CDU-Politiker fordert Ehrung für Gail Halvorsen

Berlin : Pflüger will Candy-Bomber Straße widmen CDU-Politiker fordert Ehrung für Gail Halvorsen

Er wurde als der „Berlin Candy Bomber“ bekannt: Gail Halvorsen war einer der Piloten der amerikanischen Air Force während der Berliner Luftbrücke 1948/1949. Er warf regelmäßig kurz vor der Landung in Tempelhof kleine Fallschirme ab, an denen Süßigkeiten befestigt waren, auf die die Kinder warteten. „How I love this Flugplatz“, sagte der 87-Jährige, der am Sonntag als Ehrengast beim Neujahrsempfang der Berliner CDU-Fraktion geladen war. „Dieser Mann hat so viel Gutes getan. Deshalb sollte man einen Platz oder eine Straße nach ihm benennen“, forderte CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger vor 450 Gästen im Airbase-Restaurant im ersten Stock der Abflughalle des Flughafens Tempelhof.

Natürlich war das Volksbegehren zur Offenhaltung des Flughafens, das die CDU unterstützt, das wichtigste Thema in den Reden. Tempelhof müsse als „Teil der Geschichte“ und als „Teil der Identität“ anerkannt werden, sagte Pflüger und wiederholte seine Forderung nach einer offiziellen Feier des Senats zum 60. Jahrestag der Luftbrücke im Juni dieses Jahres. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte bereits angekündigt, der Senat werde nicht den Beginn, sondern das Ende der Luftbrücke im Mai 2009 feiern.

Der Senat habe die direkte Demokratie, die Mitspracherechte der Bürger, in der Verfassung verankert. Deshalb sollten die Unterschriften zur Offenhaltung des Flughafens Tempelhof den Senat „zum Nachdenken bringen“, sagte Pflüger. Luftverkehrsrechtsexperte Elmar Giemulla von der Technischen Universität sagte, der Großflughafen BBI brauche Tempelhof, auf dem der „kleine Luftverkehr“ abgewickelt werden könnte, der den BBI eher „behindern“ würde. sib

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