Berlin : Pfusch statt Schönheit: Arzt vor Gericht

Berlin - Vier Frauen waren nach den Eingriffen entsetzt: Ein 46-jähriger Arzt kommt wegen Körperverletzung bei Schönheitsoperationen vor Gericht. Es geht um Eingriffe zwischen April 2005 und Mai 2009. Der Mann aus Schöneberg soll drei Brustvergrößerungen, eine Bauchstraffung und eine Nasenkorrektur unsachgemäß durchgeführt und zum Teil nicht für eine ausreichende Nachsorge gesorgt haben. Die Patientinnen seien auch nicht ordnungsgemäß über Risiken aufgeklärt worden. Sie hätten bleibende körperliche Schäden davongetragen. Der Prozess beginnt am Montag.

Der Mediziner ist für die Justiz kein Unbekannter. Er wurde im Jahr 2007 in Regensburg wegen gefährlicher Körperverletzung im Zusammenhang mit einer Schönheitsoperation zu einer Geldstrafe von 5400 Euro verurteilt. Die Ermittler gehen in der jetzigen Anklage davon aus, dass der Arzt über keine fachärztliche Ausbildung in plastischer Chirurgie verfügte. Bei einer Frau sei das Implantat etwa vier Mal größer als von der Patientin gewünscht gewesen. Es sei eine Reparaturoperation erforderlich gewesen. Bei der Nasen-OP sei eine sichtbare Narbe geblieben. Der Arzt soll die Vorwürfe bislang bestritten haben. K.G.

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