Berlin : Pilotenstreik: Die Arbeitsniederlegung ist für Berlin-Passagiere glimpflich verlaufen

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Ohne wesentliche Auswirkungen auf den Berlin-Flugverkehr verlief gestern früh ein Streik bei der Deutschen BA. Zwischen 5.30 und 8 Uhr hatte ein Teil der Piloten die Arbeit niedergelegt. Ab Tegel musste je ein Flug nach Düsseldorf und Stuttgart gestrichen werden. Die 90 Passagiere wurden umgebucht und konnten fast zeitgleich mit Maschinen der Lufthansa starten. In umgekehrter Richtung waren die drei Frühflüge von Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart betroffen. Die 132 Reisenden wurden ebenfalls mit der Konkurrenzgesellschaft befördert.

Planmäßig verkehrten die Maschinen auf der Strecke zwischen Berlin und München, die von streikunwilligen Piloten geflogen wurden. Im gesamten Streckennetz der Deutschen BA fielen durch den Ausstand acht von sechzehn Flügen aus, vier anschließende Rückflüge mussten gestrichen werden werden, weil in der Folge die Flugzeuge nicht zur Verfügung standen. Bis zum Mittag gab es noch leichte Verspätungen.

Die Pilotengewerkschaft bezeichnete den ersten von ihr initiierten Warnstreik dennoch als "vollen Erfolg". Zuvor hatte sie die Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag für gescheitert erklärt. Streitpunkt sind insbesondere Flugdienst- und Ruhezeitregelungen. Die Luftverkehrsgesellschaft habe die Gespräche bisher "nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit" geführt, sagte Michael Magel von der Vereinigung Cockpit. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen BA, Adrian Hunt, sagte, die Gewerkschaft habe nach fünf Verhandlungstagen aufgegeben, obwohl man zu einer Vielzahl von Zugeständnissen bereit sei.

Beide Seiten zeigten sich gestern kompromissbereit. Die Deutsche BA will der Gewerkschaft einen überarbeiteten Vorschlag zugehen lassen. Man gehe davon aus, dass ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt wird und damit eine Wiederholung des Warnstreiks nicht erforderlich ist, erklärte die Vereinigung Cockpit.

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