Pilotenstreik : Lufthansa streicht auch viele Flüge von und nach Berlin

Streik zu Lande und in der Luft: Die Lokführer arbeiten zwar wieder, dafür legen aber die Lufthansa-Piloten heute ab 13 Uhr die Arbeit nieder. Bereits vorher fallen Berlin-Flüge aus.

Rainer W. During
Freie Lufthansa-Schalter wird es heute am Flughafen Tegel jede Menge geben - ab 13 Uhr hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zum Streik aufgerufen.
Freie Lufthansa-Schalter wird es heute am Flughafen Tegel jede Menge geben - ab 13 Uhr hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit...Foto: Paul Zinken / dpa (Archiv)

Vom heute beginnenden Pilotenstreik bei der Lufthansa ist auch der Berlin-Verkehr stark betroffen. Nachdem bereits am Vormittag ein Flugpaar von und nach Frankfurt abgesagt wurde, sind ab zwölf Uhr insgesamt 21 Starts und 21 Landungen gestrichen. Dafür normalisiert sich der Verkehr bei der Bahn wieder.

Von Tegel aus startet die Lufthansa selbst nur noch nach Düsseldorf, Frankfurt und München. Ein Großteil der auf diesen Strecken beförderten Fluggäste sind Umsteigepassagiere, die von dort aus auf Langstreckenflügen weiter reisen. Die Flüge am Morgen konnten noch planmäßig starten.

Gestrichen wurden ab Mittag neun Abflüge nach und neun Ankünfte aus Frankfurt, sieben Starts nach und acht Landungen aus München sowie fünf Düsseldorf-Flugpaare. Lediglich ein Nachmittagsflug von und nach Düsseldorf und ein Abendflug aus und nach Frankfurt sollen verkehren.

Der Streik der Piloten der innerdeutschen Kurzstreckenflotte soll noch bis Dienstagabend fortgesetzt werden. Gleichzeitig kündigte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Montagmorgen an, dass sie den Ausstand am Dienstag auf die gesamte Langstreckenflotte ausdehnen wird. Zunächst ist noch unklar. In welchem Umfang dann Langstreckenflüge ab Düsseldorf, Frankfurt und München dennoch starten können.  Die Piloten wehren sich mit ihren wiederholten Streiks gegen den Plan der Lufthansa, die Übergangszahlungen für vorzeitig in den Ruhestand tretende Piloten bei jüngeren Mitarbeitern zu kürzen und so dem üblichen Standard anzupassen.

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