Berlin : Pink is beautiful

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Ja, früher, da sangen die Mädels noch „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ und führten zur Begründung nur deren Fertigkeit im Küssen an. Eine wie Rockgöre Pink kann darüber nur höhnisch lachen. In ihrem „Trouble“Video verkloppte sie die Kerle aus dem Saloon gleich reihenweise – so etwas prägt das Image auf Lebenszeit. Auch bei ihrem Auftritt am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle, einen Tag nachdem sie dem Publikum bei der „Echo“-Preisverleihung eingeheizt hatte, kam sie ohne Anleihen beim Wilden Westen nicht aus. Aber wer denkt bei einer pinkigen Irokesen-Perücke schon noch an echte Indianer. Vor 9000 Fans präsentierte die Sängerin ihr aktuelles Album „Try This!“. In einem großen Vogelbauer war Pink aus der Höhe herabgeschwebt – Auftakt zu einem 90-minütigen Konzert. Leder, Nieten, schwarzer BH, die Haare mal lang und blond, mal halblang und brünett, rockte sie sich durch ein Vexierspiel weiblicher Rollen. Versuchte sich an der alten Rockröhre Janis Joplin und ihren Songs, hüllte sich zu „My Vietnam“ in die „Stars and Stripes“. Und auch das Bad in der Menge ließ sie nicht ausfallen. Foto: Roland Owsnitzki

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