Pläne gescheitert : Keine Fanmeile auf dem Alexanderplatz

Erhebliche Sicherheits- und Verkehrsprobleme, die nicht zu verantworten sind: So lautet die Begründung des Stadtrates gegen ein Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft auf dem Alexanderplatz. Somit können Fans die EM erst ab dem Halbfinale am Brandenburger Tor live mitverfolgen.

Die Pläne für eine Fanmeile auf dem Berliner Alexanderplatz zur Fußball-Europameisterschaft sind gescheitert. Eine öffentliche Fußballübertragung mit bis zu 50.000 Besuchern auf dem Alexanderplatz würde zu erheblichen Verkehrs- und Sicherheitsproblemen führen, die nicht verantwortbar seien, teilte der Stadtrat für Stadtentwicklung des Bezirks Mitte, Ephraim Gothe (SPD), mit. Daher könne keine Erlaubnis für die beabsichtigte Public-Viewing-Veranstaltung erteilt werden.

Der Alexanderplatz sei ein wichtiger Umsteigeknotenpunkt im Berliner Verkehrsnetz, der den Regionalverkehr der Deutschen Bahn, die S-Bahn, die U-Bahn, die Straßenbahn und den Omnibus verknüpfe, hieß es. An Wochentagen würden hier alleine bei der BVG jeweils über 120.000 Fahrgäste um-, aus- und einsteigen. Die Trassen der Linien M4, M5 und M6 verliefen zudem direkt über den Alexanderplatz und damit über das geplante Veranstaltungsgelände. Ebenso führten mehrere U-Bahnausgänge direkt auf den Platz. In Spitzenzeiten würden stündlich über 40 Tramzüge über den Alexanderplatz fahren.

Fußballübertragungen auf Großbildleinwänden zur EM in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) sind am Brandenburger Tor erst ab dem Halbfinale erlaubt. Daher wollten die Veranstalter auf dem Alexanderplatz alle Spiele bis zum Viertelfinale auf einer über 80 Quadratmeter großen Videoleinwand zeigen. (nal/ddp)

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