Plakatwerbung : Honecker-Plakat wirbt für Rasthof Dreilinden

Seit 2002 steht das alte Rasthaus am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden leer. Jetzt will der Besitzer Interessenten mit dem Konterfei Erich Honeckers gewinnen.

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Honecker soll’s richten. Für den Rasthof Dreilinden wird mit ungewöhnlichen Mitteln ein Nutzer gesucht. Foto: dpadpa

Für das alte Rasthaus am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden wird weiterhin nach einem Nutzer gesucht. Seit 2002 steht das denkmalgeschützte Gebäude leer, im Oktober 2009 immerhin konnte der Liegenschaftsfonds als Käufer den Berliner Geschäftsmann Thomas Drechsel präsentieren. Dessen ursprüngliche Idee, in dem roten Betonturm eine Disko unterzubringen, ist offenbar wieder zerronnen. Statt dessen grüßt jetzt Erich Honecker auf einem Plakat die Autofahrer: „Ohne mich hätte es auch dieses Gebäude nicht gegeben“, wird dem ehemaligen DDR-Chef per Sprechblase in den Mund gelegt, ergänzt um den Werbespruch: „Historischer Standort sucht geniale Idee“, samt Telefonnummer.

Diese gehört zu der am Kurfürstendamm residierenden Firma Dülk Immobilien, die von Drechsel – er selbst war gestern nicht erreichbar – mit der Vermietung der alten Raststätte beauftragt wurde. Die Plakatwerbung sei die Idee des Eigentümers gewesen, sagte Makler Stephen von Bramann gestern auf Anfrage. Man suche langfristig einen oder mehrere Mieter für Erd- und Obergeschoss samt Dachterrasse, insgesamt eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern. Bislang habe es befristete Mietanfragen, etwa von Eventagenturen sowie aus dem Rotlichtmilieu, gegeben. Diese Art von Mietern wolle man aber nicht haben.

Das Rasthaus war am 3. April 1973 eröffnet worden. Ein wirklicher Erfolg war ihm aber nicht beschieden. Schon nach neun Monaten machte es das erste Mal dicht. ac

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